Mit dem Start der Gummiwarenproduktion in Wimpassing sowie der Gründung der Miskolczy & Co. OHG im späten 19. Jahrhundert begann auch die Geschichte der Marke Semperit. Zwar dauert es bis 1906, ehe die Marke im österreichischen Traiskirchen aus der Taufe gehoben wird, doch bildeten die unmittelbaren Entwicklungen in den Jahren zuvor das Fundament für den Markenaufbau. Parallel zur allmählichen Verbreitung von Autoreifen wuchs auch Semperit. Der Markenname ist abgeleitet vom lateinischen „semper it“ für „es geht immer“ und spiegelt damit den eigenen Anspruch hinsichtlich Verlässlichkeit und Qualität wider. Nachdem die Marke 1927 in die Herstellung von Nutzfahrzeugreifen eingesteigen war, erfolgte 1936 ein zentraler „Meilenstein” der Unternehmensgeschichte: Das Modell Goliath markierte den Eintritt von Semperit ins Winterreifen-Geschäft und begründete nach Aussage der Verantwortlichen mit seinem „groben, S‑förmigen Mittellinienprofil und ausgeprägten seitlichen Greifklauen” die Kompetenz der Marke in diesem Segment.
Es folgten zentrale Etappen wie die Einführung schlauchloser Reifen (1956), die Produktion des ersten Spike‑Winterreifens (1963) sowie der Beginn der Radialreifenentwicklung (1966), bevor Semperit Im Jahr 1985 in die Continental-Gruppe integriert wurde. Als Teil dieser agiert die Marke auch heute noch und bedient mit ihren Reifenlösungen eine Vielzahl verschiedener Kundengruppen. Inzwischen offeriert auch Semperit Ganzjahresprofile wie den AllSeason‑Grip und den AllSeason‑Grip 2, entdeckte dieses Segment jedoch ähnlich wie Continental erst vergleichsweise spät für sich. Für die nahe Zukunft sind Unternehmensangaben zufolge Produktupdates in den Bereichen Pkw, Transporter, Lkw und Bus geplant, wobei ein hoher Grip sowie eine lange Laufleistung zentrale Entwicklungskriterien sind. Im Pkw-Segment fokussiert die Marke darüber hinaus Reifenoptionen für elektrische Antriebe. „Semperit steht für verlässliche Performance unter anspruchsvollen Bedingungen, und genau dieses Profil entwickeln wir konsequent weiter“, betont Daniel Freund, Leiter für die Region Alpen. „Wir stärken unsere Präsenz in Europa, erweitern unser Portfolio in zentralen Segmenten und setzen auf nachhaltiges Wachstum mit einer eigenständigen Markenidentität.“