In den Ausbau seiner drei japanischen Werke investiert Bridgestone eigenen Angaben zufolge in Summe rund 27 Milliarden Yen (ca. 167,3 Millionen Euro). Bis Ende 2028 soll der Output der Werke dadurch um bis zu 3.000 Reifen pro Tag gesteigert werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei nach Aussage der Verantwortlichen auf Reifen mit einem Durchmesser ab 20 Zoll aufwärts, für die Bridgestone einen deutlichen Nachfrageanstieg prognostiziert. Von den drei japanischen Werken ist Hikone mit einer Produktionsleistung von 55.600 Pkw- und Llkw-Reifen pro Tag aktuell das größte. In Tosu werden 18.800 Pkw-Reifen pro Tag hergestellt, während sich die 12.300 Einheiten, die in Tochigi täglich produziert werden, auf Pkw-. Llkw-, Lkw- und Busreifen verteilen (Stand jeweils 1. Juli 2024).
Etwas geringer fällt die Summe aus, die der Reifenhersteller für den Ausbau seiner Standorte Pune und Indore bereitstellt. Anfang November teilte Bridgestone mit, 85 Millionen US-Dollar (ca. 80,6 Millionen Euro) in Indien zu investieren. Besonders im Fokus steht dabei die Produktionsstätte Pune, die seit dem vergangenen Jahr als "klimaneutral zertifiziert" ist. Neben der Erweiterung des Produktionsvolumens um rund 1,1 Millionen Reifen pro Jahr ab 2029 wird der Standort auch um ein Technologie-Center ergänzt. Damit soll die Entwicklungsarbeit beschleunigt werden. Mit dem Ausbau der beiden Fabriken reagiert Bridgestone auf das Wachstum des indischen Marktes: Es wird erwartet, dass sowohl die Anzahl der Pkw-Besitzer als auch die Anzahl der vor Ort gebauten Fahrzeuge mittelfristig weiter steigen wird.