Nächster Azubi-Jahrgang startet bei Michelin in Bad Kreuznach
Mit der Ausbildung vor Ort sichert Michelin seit über 50 Jahren den Bedarf an Fachkräften für seinen Produktionsstandort Bad Kreuznach. In der jüngeren Vergangenheit hat der Reifenhersteller sowohl die Zahl der Auszubildenden als auch der angebotenen Ausbildungsrichtungen vergrößert. Anfang des Monats sind 23 junge Menschen in ihr erstes Ausbildungsjahr bei Michelin gestartet.
Förderung eines industriellen Ökosystems in der Reifenproduktion
Pirelli, Pyrum, Synthos und BASF treiben gemeinsam eine „Tyre-to-Tyre“-Initiative für die Kreislaufwirtschaft in Europa voran und fördern damit eigenen Angaben zufolge die Entwicklung eines industriellen Ökosystems. Der Anspruch der Industrie-Initiative ist es, den Einsatz von recycelten Materialien aus Alt- und Ausschussreifen in der Reifenproduktion zu steigern.
Zum neuen Flottenmanagement-Baustein von Ford Pro und den EU-Antidumping-Zöllen auf Chinareifen
Dealer Uptime Services lautete die jüngste Ergänzung der Flottenmanagement-Lösungen aus dem Hause Ford Pro. Daniel war bei der Vorstellung des Tools in Freiburg dabei und berichtet in Podcast-Episode #136 von den Funktionen des Konzepts und den dahinter stehenden Überlegungen. Kay befasst sich dann mit den Anti-Dumping-Zöllen auf Reifen-Importe aus China, die die EU kürzlich beschlossen hat.
Continental errichtet Windpark nahe Korbacher Reifenwerk
Das Reifenwerk von Continental in Korbach ist der letzte verbliebende Produktionsstandort des Reifenherstellers in Deutschland. Standortsicherheit verspricht eine weitere vom Konzern kommunizierte Investition: In Twistetal bei Korbach soll der erste unternehmenseigene Windpark entstehen. Dieser soll das rund acht Kilometer entfernte Reifenwerk künftig mit Strom versorgen.
Nächstes Michelin-Reifenwerk wird geschlossen
Weitere harte Einschnitte in die Produktions- und Organisationsstruktur des Michelin-Konzerns waren angesichts der Marktverschiebungen erwartet worden. Nun geht es beim französischen Reifenhersteller Schlag auf Schlag: Nach dem gerade erst angekündigten Abbau von 1.500 Stellen in Frankreich wird Michelin auch das BF-Goodrich-Reifenwerk am Standort Tuscaloosa in Alabama schließen.
Pirelli-Heritage und der Blick in die Zukunft der Reifenentwicklung
Bei manchen Terminen erlebt man als Fachjournalist eine faszinierende Mixtur aus fachlicher und emotionaler Tiefe. Pirelli ist substanzieller Bestandteil der Geschichte der Reifenindustrie. Im Juni vollführten die Italiener im Mailänder Headquarter ein Glanzstück der Informationskunst, indem sie das Markenerbe zeigten und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft der Reifenentwicklung ermöglichten.
Pirelli beteiligt sich an ISCC-Plus-Pilotprojekt
Bis 2030 will Pirelli einen Reifen auf den Markt bringen, der zu über 80 Prozent aus bio-basierten und recycelten Materialien besteht. Nun meldet der Reifenhersteller seine Mitwirkung am ISCC-Plus-Pilotprojekt zur Aufnahme von recyceltem Stahl in die ISCC-Plus-Materialliste. Das Zertifizierungssystem wurde auf Lebensmittel, Futtermittel sowie technische und chemische Anwendungen erweitert.
Strategische Bedeutung des Bridgestone-Reifenwerks in Poznań
Im vergangenen Jahr meldete sich der japanische Reifenhersteller Bridgestone bezüglich seines Produktionsnetzwerkes vornehmlich mit Ankündigungen zu Werksschließungen und Mitarbeiterentlassungen. Dem Reifenwerk in Poznań kommt künftig eine strategisch wichtige Rolle in der Belieferung des europäischen Marktes zu. Kürzlich wurde in Polen der 200-millionste Reifen gebacken.
Orlen Oil neues Mitglied der Zeppelin Sustainable Tire Alliance
Zeppelin Systems meldet mit Orlen Oil ein neues Mitglied der Zeppelin Sustainable Tire Alliance. Die 2023 gegründete Zeppelin Sustainable Tire Alliance vernetzt Unternehmen entlang der Reifenwertschöpfungskette, um Technologien für eine nachhaltigere Reifenproduktion und das Recycling von Altreifen zu fördern. Der Schmierstoffspezialist bringt Expertise zu Kautschukprozessölen in die Allianz ein.
Michelin setzt im Heimatland den Rotstift an
Michelin plant den Abbau von 1.500 Stellen in Frankreich – davon zwei Drittel im Verwaltungsbereich. Als Grund verweist der Konzern auf den internationalen Wettbewerb, geopolitische Spannungen sowie hohe Produktions- und Steuerkosten. Der französische Reifenhersteller wird angesichts des wachsenden Wettbewerbs weitere Überlegungen hinsichtlich seiner Kostenstruktur unternehmen müssen.
Continental erweitert Kapazitäten des Reifenwerks in Rayong
Continental hat in Anwesenheit von Geschäftspartnern, Regierungsvertretern sowie Mitarbeitern die Erweiterung des Reifenwerks im thailändischen Rayong gefeiert. Mit der Investition in Höhe von über 300 Millionen Euro erhöht sich die jährliche Produktionskapazität um rund drei Millionen Reifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Auch Radial-Motorradreifen werden nun in Rayong produziert.
Produktionshalle bei Michelin in Bad Kreuznach eingeweiht
Michelin zählt zu den Kandidaten der Reifenindustrie, die in den letzten Jahren verstärkt durch Stellenstreichungen und Werksschließungen in den Negativfokus rückten. Schaut man sich das noch sehr dichte Produktionsnetzwerk allein in Frankreich an, dann sind weitere Straffungsmaßnahmen zu erwarten. Für den Standort Bad Kreuznach vermeldet Michelin nun aber erstmal eine Investition.
Yokohama schließt Reifenwerk in Salem
Nicht nur Deutschland verliert als Produktionsstandort der Reifenindustrie an Bedeutung, auch in den Vereinigten Staaten von Amerika verringern Hersteller ihre Kapazitäten. Michelin in Ardmore, Bridgestone in LaVergne – und nun Yokohama: Der japanische Reifenhersteller schließt sein Reifenwerk in Salem/Virginia mit Wirkung zum 18. März 2026.
Lanxess: Preiserhöhung für Kautschukadditive
Lanxess erhöht mit sofortiger Wirkung die Preise für seine Funktionsadditive für die Herstellung von Reifen sowie Spezialkautschuken um 15 bis 50 Prozent. Der Spezialchemie-Konzern erklärt diesen Schritt als Reaktion auf „deutlich gestiegene Kosten für Energie, wichtige Rohstoffe und Logistik vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen".
Alle Reifenwerke von Continental auf alternativen Energiemix umgestellt
Continental hat eigenen Angaben zufolge die Nutzung von Kohle und Schweröl in allen Reifenwerken vollständig eingestellt. Seit Beginn des Jahres werde ausschließlich Biomasse, Biogas und Strom aus erneuerbaren Quellen sowie Flüssiggas und Erdgas verwendet, um den für die Reifenherstellung benötigten Dampf und die für Heizzwecke erforderliche Energie zu erzeugen.
Yokohama und Michelin rufen Lkw-Reifen zurück
Yokohama hat für seine Reifentlinie 126S ein Austauschprogramm gestartet. Laut Unternehmensmitteilung kann es unter bestimmten Umständen aufgrund einer “unregelmäßige Produktionsgeometrie” zu einem Riss in der Seitenwand im Schulterbereich kommen. Auch Michelin warnt vor Gefahren bei seinen Reifenserien X Multi Z und X Line Energy Z.
Neues Triangle-Werk in Kambodscha soll auch den europäischen Markt versorgen
Reifenhersteller Triangle Tyre erweitert sein Produktionsnetzwerk erstmalig um einen Standort außerhalb seines Heimatlandes China. In der Provinz Svay Rieng in Kambodscha entsteht eine Fabrik mit einer Jahreskapazität von rund sieben Millionen PCR- und TBR-Reifen, mit denen das Unternehmen auch den europäischen Markt beliefern will. Für das Projekt sind 460 Millionen US-Dollar veranschlagt.
Pirelli Deutschland qualifiziert Mitarbeiter in Produktion am Standort Breuberg
Dem wachsenden Fachkräftemangel begegnet Pirelli Deutschland mit der Qualifizierung und Weiterbildung auch von Mitarbeitenden, die bereits eine langjährige Berufsgeschichte beim Reifenhersteller haben. Den Berufsabschluss zum „Maschinen- und Anlagenführer“ meisterten nun vier Produktionsmitarbeiter mit „hoher Praxiskompetenz”, die jedoch bisher keine klassische Ausbildung absolviert hatten.
Apollo verlagert komplette TBR-Reifenproduktion von Ungarn nach Indien
Apollo Tyres Ltd. kündigt eine neue Produktionsstrategie für Lkw- und Busreifen (TBR) an und verlagert in diesem Zuge die gesamte Reifenproduktion aus Gyöngyöshalász in Ungarn nach Indien. Die Begründung, so die TBR-Produktversorgung für Europa optimieren zu wollen, erscheint kurios.
Europäisches Kumho-Werk wird in Polen gebaut
Mit einer Produktionsstätte in Europa will Kumho seine hiesigen Geschäfte stärken und weiter ausbauen. Seit Kurzem steht nun auch fest, wo genau das Projekt realisiert wird: Der koreanische Reifenhersteller errichtet ein Reifenwerk in der polnischen Stadt Opole, das im August 2028 mit der Produktion starten soll. Geplant ist zunächst eine jährliche Kapazität von sechs Millionen Einheiten.