Dass Michelin an seinen Plänen für den massiven Stellenabbau in Deutschland sowie die Schließung seiner Werke in Trier und Karlsruhe festhält, war seit Mitte März dieses Jahres klar. Seitdem liefen Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern über einen möglichen Sozialplan. Dieser liegt nun vor und ähnelt in Teilen denen, auf die sich der Reifenhersteller Goodyear mit den Mitarbeitenden an seinen von Arbeitsplatzabbau betroffenen Standorten geeinigt hat.
Wie der SR berichtet, wird es auch für die Michelin-Beschäftigten in Homburg, Karlsruhe und Trier eine Transfergesellschaft geben. Ein Jahr lang soll diese die betroffenen Arbeitnehmer beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützen. Dabei erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund zwei Drittel ihres Ursprungsgehalts, heißt es in dem SR-Beitrag unter Berufung auf die IG BCE. Darüber hinaus will Michelin eigenen Angaben zufolge möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Geplant sei stattdessen ein Freiwilligenprogramm, bei dem Beschäftigte, die eigenständig neue Arbeitsstellen finden, von Michelin eine Abfindung erhalten.