Im Vorfeld der Geneva International Motor Show (GIMS) 2024 hatten die Veranstalter noch von einem „Neustart” der Messe gesprochen. Ungeachtet des mäßigen Zuspruchs vor allem seitens des Automobilindustrie bilanzierten die Verantwortlichen der Stiftung Comité permanent du Salon international de l’Automobile anschließend eine „erfolgreiche und vielversprechende Wiedergeburt” des Formats. Die 91. Ausgabe der Messe zählte 168.000 Besucherinnen und Besucher, denen insgesamt 37 Aussteller ihre Angebote präsentieren. Von den Zahlen vergangener Jahre mit bis zu 700.000 registrierten Gästen war die Messe nach mehrjähriger Coronapause weit entfernt. Und trotz der zunächst kommunizierten Zuversicht war dann Mitte vergangenen Jahres klar: Die 91. Ausgabe war zugleich die letzte der traditionsreichen Veranstaltung. Fortgesetzt wird hingegen die Katar-Ausgabe der GIMS, die im November dieses Jahres über die Bühne gehen soll.
Zum Aus der Schweizer Ausgabe des Events teilt Alexandre de Senarclens, Präsident der Stiftung Comité permanent du Salon international de l’Automobile im vergangenen Jahr mit: „Das mangelnde Interesse der Hersteller am Genfer Salon in einem schwierigen Umfeld, die Konkurrenz durch die Messen in Paris und München, die von den lokalen Konzernen bevorzugt werden, sowie die Investitionen, die notwendig sind, um den Salon am Leben zu erhalten, haben es unmöglich gemacht, die Veranstaltung fortzusetzen.”
Probefahrten und Kaufmöglichkeiten
Anfang März – und damit zum regulären GIMS-Termin – findet nun dennoch einen Automobilmesse in Genf statt. UPSA Geneve und Palexpo SA organisieren gemeinsam die neue autoXperience. Deren Fokus soll auf aktuellen Fahrzeugmodellen und Neuvorstellungen liegen. Speziell letztere hatte es auf dem Automobilsalon immer seltener gegeben. Für die Premiere der autoXperience haben sich nach Aussage der Verantwortlichen rund bekannte 30 Marken angekündigt, die fast 200 Modelle präsentieren wollen. Auf der GIMS 2024 waren zuletzt noch 157 Fahrzeuge zu sehen. Anders als dort fungieren auf der autoXperience jedoch die regionalen Händler und Servicepartner der Automarken – etwa die Emil-Frey-Gruppe – als Aussteller. Messebesucherinnen und Messebesucher können die Fahrzeuge nicht nur ausgiebig testen und probefahren, sondern auch direkt vor Ort erwerben. Mit einem vielfältigen Rahmenprogramm inklusive kulinarischer Highlights und speziellen Angeboten für Kinder wollen die Veranstalter der autoXperience auch ganze Familien ansprechen.