Zweimal ging die IAA – inklusive des Namenszusatzes “Mobility” – bereits in der bayerischen Landeshauptstadt über die Bühne. Neben dem Münchner Messegelände wurden dabei jeweils auch Teile der Innenstadt als Ausstellungs- und Interaktionsfläche bespielt. Diese Open Spaces wird es auch im kommenden Jahr wieder geben, noch nicht vollständig geklärt ist jedoch, wie das bei künftigen IAA-Ausgaben aussähe. Wie etwa der Münchner Merkur berichtete, hatten insbesondere die betroffenen Bezirksausschüsse sowie die Grünen Bedenken wegen der massiven Inanspruchnahme öffentlicher Plätze angemeldet. Kritik entzündete sich insbesondere an der Nutzung des Odeonsplatzes, auf dem 2021 die Marke Mercedes-Benz prominent vertreten war. Nachdem dieser 2023 nicht genutzt wurde und auch 2025 nicht genutzt wird, will Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) den Platz nach Informationen der Abendzeitung München künftig wieder miteinbeziehen. Das Blatt verweist auf eine Beschlussvorlage, in der Baumgärtner den Nutzen der Messe für die Stand München betont. So habe das Rathaus drei Millionen zusätzliche Steuern eingenommen, während das Event zudem eine Kaufkraft von zirka 160 Millionen in München – etwa durch Hotelbuchungen, Restaurantbesuche und Taxifahrten – habe. Am morgigen Mittwoch (27. November) will der Münchner Stadtrat über eine abermalige Bewerbung um die Austragung der IAA Mobility entscheiden. Vor allem aufgrund der Stimmen von CSU und SPD zeichnet sich laut Berichten verschiedener Medien eine Mehrheit für die Messebewerbung ab. Konkret geht es um die Austragungen in den Jahren 2027, 2029 und 2031. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich klar für einen Erhalt der IAA Mobility in München ausgesprochen.
Zulieferer-Zusagen und Gespräche mit Branchengrößen
Vom 9. bis zum 14. September 2025 findet das Event auf jeden Fall in München statt – und das offenbar in nochmals größerem Maßstab als 2023. "Wir haben aktuell 20 Prozent mehr Anmeldungen", sagt der IAA-Projektleiter des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Jan Heckmann, der dpa. Der Verband registriert zudem ein größeres Ausstellerinteresse unter den Zulieferern. Ob damit auch Akteure der Reifenindustrie gemeint sind, muss sich erst noch zeigen. Bei der 2023er-Auflage der Messe waren lediglich Continental und Petlas mit ihren Reifenlösungen und einem eigenen Stand vertreten. Die Hannoveraner sind auch 2025 wieder am Start, genauso wie die Zulieferergrößen Bosch, ZF, Schaeffler, Valeo und Forvia. Weitere Zusagen gibt es nach dpa-Informationen von Volkswagen, BMW und Mercedes sowie von den Tech-Konzernen Google und Samsung. Darüber hinaus werden auch chinesische Marken wie BYD wieder in großer Zahl nach München kommen. Gespräche liefen ferner aktuell mit den Autobauern Toyota, Stellantis, Ford, GM und Tesla. VDA-Geschäftsführer Jürgen Mindel betonte gegenüber der dpa: “Gerade in Krisenzeiten sind solche Branchentreffen und der persönliche Austausch wichtiger denn je.”