Um bis zu 95 Prozent

Goodyear will CO2-Emissionen im Hanauer Werk reduzieren

Kooperationspartner (v.l.n.r.): Dirk Krieger, Katrin Rost (beide Goodyear DE), Martina Butz (Stadtwerke Hanau), Claus Kaminsky (OB Hanau), Thomas Stephanblome und Hajo Hoops (beide Getec Plattform Deutschland).Kooperationspartner (v.l.n.r.): Dirk Krieger, Katrin Rost (beide Goodyear DE), Martina Butz (Stadtwerke Hanau), Claus Kaminsky (OB Hanau), Thomas Stephanblome und Hajo Hoops (beide Getec Plattform Deutschland).  Foto: Goodyear

„Die Umstellung der Energieversorgung des Werks Hanau auf den Brennstoff Biomasse ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel, die Produktion bis 2040 vollständig mit erneuerbaren Energien zu betreiben“, betont Katrin Rost, Geschäftsführerin bei Goodyear Deutschland. Dazu wird die G+E Getec Holding GmbH auf dem Gelände des Goodyear-Werks in Hanau ein Biomasseheizwerk errichten, das auf Basis von regional verfügbaren, zertifizierten Resthölzern, die keiner weiteren stofflichen Verwendung zugeführt werden können, betrieben werden soll. Insgesamt soll das neue Biomasseheizwerk bis zu 95 Prozent des Wärmebedarfs für die Produktion am Standort Hanau decken. Darüber hinaus ist geplant, rund 15 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Brennstoffen (ca. 15.000 MWh) an die Stadtwerke Hanau zur Wärmeversorgung der Stadt zu liefern. Mit einer Leistung von 16 MWth wird die Anlage bis zu 24 Tonnen Prozessdampf pro Stunde liefern. Kommerziell in Betrieb gehen soll das mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützte Biomasseheizwerk Mitte 2028.

Thomas Stephanblome, CEO der Getec Plattform Deutschland, erklärt „Diese Partnerschaft demonstriert unser Engagement, maßgeschneiderte und hocheffiziente Energielösungen zu entwickeln, die nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlich sind. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Goodyear und den Stadtwerken Hanau einen positiven Beitrag für die Umwelt und die Erreichung der Klimaziele der Stadt Hanau zu leisten.“ Ähnlich sieht dies der Oberbürgermeister der Stadt Hanau Claus Kaminsky: „Wir sehen hier ein lobenswertes Beispiel dafür, wie sowohl ein angestammtes regionales Industrieunternehmen als auch unser kommunales, auf Nachhaltigkeit gerichtetes Stadtwerk gemeinsam mit einem kompetenten Projektpartner weiter die Klimawende vor Ort vorantreiben. Auch diese neue Kooperation zahlt direkt auf das oberste Ziel unseres Hanauer Klimaschutzkonzeptes, nämlich Hanau bis 2040 in die Klimaneutralität zu führen, ein.“ Und auch Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau, sieht in der Kooperation ein großes Potenzial für die Klimaschutzziele der Stadt: „Mit der Unterzeichnung des Wärmebereitstellungsvertrages legen wir den Grundstein für einen noch grüneren Energiemix unserer Fernwärme. Mit Inbetriebnahme des neuen Biomasseheizwerks in 2028 planen wir dieses mit unserem Blockheizkraftwerk und einer Großwärmepumpe zur Abwärmenutzung zu kombinieren. Dies ermöglicht eine noch wirtschaftlichere und effizientere Wärmeversorgung, da das Biomasseheizwerk zunehmend den Einsatz gasgeführter Heizkessel ersetzen wird. Rein rechnerisch werden wir somit fast 1.000 Haushalte mit erneuerbarer Wärme aus Biomasse versorgen.“

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