Hochdispergierbare Kieselsäure zählt laut Solvay-Angaben zu den entscheidenden Komponenten für das Erreichen der Ziele der Reifenhersteller im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft. Hankook-Präsident Bonhee Ku kommentiert: „Durch die Zusammenarbeit mit Solvay können wir die Entwicklung nachhaltiger Materialien vorantreiben, die die Leistung von Reifen verbessern und gleichzeitig zu einer Kreislaufwirtschaft und einer grüneren Zukunft beitragen.“ Solvay und Hankook wollen gemeinsam die technische Entwicklung von Siliziumdioxid vorantreiben, mit dem Ziel, in naher Zukunft eine Massenproduktion zu ermöglichen. Eine Pilotphase ist nach Angaben der Verantwortlichen nun angelaufen.
Hankook forciert auf verschiedenen Ebenen seine Nachhaltigkeitsbemühungen. Zu den Schwerpunkten zählt beispielsweise im ISCC-Plus-zertifizierten Reifenwerk in Rácalmás die Förderung der Umstellung von Erdöl auf natürliche Öle, von petrochemisch-basiertem Synthesekautschuk auf biobasierte, zirkuläre oder biozirkuläre Polymere sowie von PET-Textilcord auf Basis petrochemischer Rohstoffe zu recyceltem PET-Textilcord. Laut Unternehmensangaben geschieht dies jeweils auf Basis eines transparenten und rückverfolgbaren Zertifizierungssystems. Durch den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe – etwa bei der Herstellung der iON-Reifen-Familie – wollen die Koreaner ihre Aktivitäten im Bereich künftiger CO2-Neutralität und Ressourcen-Schonung intensivieren. Hankook hat im Mai 2023 auch eine Absichtserklärung mit Kumho Petrochemical über die Entwicklung und geschäftliche Zusammenarbeit "umweltfreundlicher Reifen" unterzeichnet.