Rigdon

Investition in vollautomatisierte Pkw-Reifen-Runderneuerung

Rigdon_LkwDie Pressen werden ausschließlich in kompletten Lkw-Ladungen transportiert – jeweils sechs Stück pro Lieferung.   Foto: Rigdon

Die neuen Pkw-Pressen werden laut Rigdon-Angaben nahtlos in die bestehende Robotik integriert, sie sollen für eine maximale Automatisierung des Produktionsprozesses sorgen. "Die bestellten Pkw-Pressen gehören zu den energiesparendsten auf dem Markt. Dank einer innovativen Dämmung und durchdachten Konstruktion ermöglichen sie eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu konventionellen Pressen. Zudem werden die Pressen elektrisch beheizt, sodass sie direkt mit grüner Energie aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage versorgt werden können", wird die Investition in einer Rigdon-Meldung erläutert.

Günther Ihle
Günther Ihle, Geschäftsführer von Rigdon, investiert in die Zukunft seiner Produktion runderneuerter Reifen. Foto: Rigdon

Die ersten Pressen werden laut Unternehmensangaben bereits im Jahr 2025 geliefert, die finale Lieferung ist für 2026 geplant. Rigdon will seine Position im Runderneuerungsmarkt festigen. Das Unternehmen ist einer der größten industrieunabhängigen Hersteller von runderneuerten Reifen aller Art bis drei Meter Durchmesser. Die Geschäftsbereiche von Rigdon umfassen neben der Runderneuerung auch Upcycling-Produkte, die aus 100 Prozent Recyclingmaterial hergestellt werden. 

Investitionen in die Produktionsanlagen tätigt der Runderneuerer so einige – und erhält hierfür bstaatliche Förderung: Mit knapp 2,4 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums wird die Rigdon GmbH bei der Errichtung einer neuen Runderneuerungsanlage für Pkw-Reifen in Günzburg gefördert. "Dank Vollautomatisierung und Künstlicher Intelligenz soll die Anlage zu einem niedrigerem Preis Ergebnisse in höherer Qualität als bislang branchenüblich produzieren", heißt es seitens des Unternehmens. 

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Zwei Stunden intensive Diskussion (v.l.): Markus Ferber (EU-Abgeordneter), Christina Guth (AZuR), Yorick M. Lowin (BRV), Günter Ihle (Rigdon), Michael Schwämmlein (BRV) und Stefan Mayrhofer (Kraiburg). Foto: AZuR

Die Rigdon GmbH ist – ebenso wie Cima Impianti – Teil des AZuR-Netzwerks, das sich seit dem Jahr 2020 europaweit für eine nachhaltige Reifen-Kreislaufwirtschaft engagiert. Der politische Dialog und der Versuch, Aufmerksamkeit auf das Potenzial der Runderneuerung zu lenken, wird mit über 80 AZuR-Partnern aus Industrie, Handel und Wissenschaft initiiert. Zuletzt besuchte beispielsweise mit Markus Ferber ein EU-Abgeordneter den Rigdon-Stammsitz, um sich mit den AZuR-Verantwortlichen auszutauschen. Bei den Gesprächen mit Stefan Mayrhofer (Kraiburg), Yorick M. Lowin und Michael Schwämmlein (BRV), Günter Ihle (Rigdon) und Christina Guth (AZuR) wurden die Themen Labeling, öffentliche Beschaffung und illegaler Export diskutiert. Dieser Tage hat sich zudem auch die Arntz Optibelt Gruppe dem AZuR-Verbund angeschlossen. Das Unternehmen produziert Hochleistungs-Antriebsriemen für die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Landtechnik, die Haushaltsgeräteindustrie sowie den Medizinsektor.

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