Insgesamt richtete die Koelnmesse GmbH 2024 am Standort in Köln aber auch weltweit 76 Veranstaltungen aus. Laut Verantwortlichen trugen die Tochtergesellschaften im In- und Ausland deutlich zum positiven Gesamtergebnis bei, sodass man weiterhin auf Wachstumskurs bleibt. „Unsere Entwicklung zeigt: Wer mutig investiert, innovativ bleibt und konsequent auf die Zukunft setzt, wird auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld belohnt“, kommentiert Gerald Böse, CEO der Koelnmesse GmbH, die positiven Zahlen. „Wir schaffen Mehrwert für unsere Partner, Ausstellenden und Besuchenden – auf dem eigenen Gelände in Köln ebenso wie weltweit.“ Dadurch hätten zahlreiche Verträge mit internationalen Leitmessen langfristig verlängert werden können, was die Verantwortlichen auch auf die umfangreichen Investitionen in den Standort Köln im Rahmen des Modernisierungs- und Entwicklungsprogramms Koelnmesse 3.0 zurückführen: Mehr als eine Milliarde Euro sollen bis 2040 in das Messeglände am Rhein investiert werden: „Das Messegelände mit seiner exzellenten Verkehrsanbindung und seiner einmaligen Innenstadtnähe ist im weltweiten Vergleich höchstattraktiv für über 2,5 Millionen Gäste, die im zweijährigen Messeturnus aus 220 Ländern zu uns kommen“, unterstreicht Oliver Frese, COO der Koelnmesse. Allerdings hatte zuletzt die Intermot einen Besucherrückgang zu beklagen.
Gleichzeitig baut die Koelnmesse mit 30 neuen Auslandsmessen ihr Auslandsgeschäft aus und stärkt damit die internationale Präsenz. Damit peilt die Koelnmesse im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro an. Gleichzeitig dämpft Gerald Böse die Erwartungen: „Die wirtschaftliche Lage gestaltet sich weiterhin schwierig, und der Mittelstand, der Messeauftritte traditionell als Tor zur Welt nutzt, steht unter großem Druck. Natürlich spüren auch wir das: Gestiegene Kosten, Bürokratisierung und die Handels- und Zollpolitik schlagen auf die Investitions- und Konsumlaune, nicht nur in Deutschland. Kostenseitig bemerken auch wir diesen Druck und erwarten daher ein Ergebnis maximal auf dem Niveau des Jahres 2023.“
Zudem wurde die neue Unternehmensstrategie „level35” mit dem Ziel ausgerufen, bis 2035 bei Umsatz und Gewinn dauerhaft und weltweit zu den Top 5 aller Messegesellschaften mit eigenem Gelände zu gehören. „Dies gelingt uns bereits in den starken, ungeraden Messejahren”, so Oliver Frese, „doch unser Ehrgeiz ist es, in den turnusbedingt schwächeren, geraden Jahren Umsatz und Gewinn ebenfalls auf internationales Top-Niveau zu heben.” Dies sei notwendig, um bis 2030 die Schulden aus der Corona-Zeit abzubauen und den Umsatz so zu steigern, dass Zukäufe und Investitionen weiter aus eigener Kraft getätigt werden könnten. „Nur so kann die Koelnmesse in einem sehr dynamischen Messemarkt mithalten und sich gegen den globalen Wettbewerb behaupten”, erklärt Oliver Frese. „Echte Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch Investitionen, Digitalisierung und dem Abbau unnötig komplexer Prozesse, die unser Innovationstempo verlangsamen.”