Studie und Marktanalyse

Speed4Trade benennt zentrale Treiber der B2B-Beschaffung

Von seinem Headquarter im oberpfälzischen Altenstadt bietet Speed4Trade Softwarelösungen für den Handel.  Foto: Speed4Trade

Als Grundlage dient Speed4Trade der B2B-Monitor 2025 von Carpathia, der zeigt, wie stark sich das Beschaffungsverhalten gewandelt hat: Drei Viertel der B2B-Kunden bestellen bevorzugt online, zugleich bleibt der persönliche Kontakt ein wesentlicher Vertrauensfaktor. Nach Einschätzung der Verantwortlichen von Speed4Trade ist ein professioneller digitaler Auftritt inzwischen Pflicht, da Website und Online-Shop als erster Kontaktpunkt fungieren und maßgeblich über Vertrauen und Kaufbereitschaft entscheiden. Laut B2B-Monitor tätigen 56 Prozent der Unternehmen mindestens einmal pro Woche digitale Bestellungen bei ihrem wichtigsten Lieferanten. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Struktur, Transparenz und Nutzerführung. Gefordert seien vollständige Sortimentsdarstellungen, klare Informationen zu Lagerbeständen und Lieferzeiten sowie komfortable Wiederbestellfunktionen, etwa über intelligente Bestelllisten oder Produktempfehlungen.

Gleichzeitig betont Speed4Trade die Bedeutung eines konsequenten Omni-Channel-Ansatzes. B2B-Einkäufer erwarten heute reibungslose Übergänge zwischen Selfservice-Angeboten, telefonischer Betreuung und Außendienst. Digitale und persönliche Kanäle dürften nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern müssten gezielt verzahnt werden. Als zentrales Element nennt das Unternehmen B2B-Online-Portale, die Werkstätten und Geschäftskunden nicht nur Bestellfunktionen bieten, sondern auch Zugriff auf technische Daten, Lieferstatus und Serviceleistungen. Ergänzende Funktionen wie Video-Beratung oder Online-Terminvereinbarungen könnten dabei helfen, digitale Effizienz mit persönlicher Nähe zu verbinden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Verfügbarkeit. Für 87 Prozent der Befragten sind Lieferfähigkeit und Lieferzeit das wichtigste Entscheidungskriterium beim Online-Kauf – noch vor Preis oder Sortiment. Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag: Echtzeitinformationen zu Lagerbeständen, eine verlässliche Nachfrageplanung und transparente Sendungsverfolgung werden nach Auffassung von Speed4Trade zum Wettbewerbsfaktor. Technisch setzt dies Plattformen voraus, die Warenwirtschaft, Logistik und Shop-Systeme nahtlos miteinander verknüpfen, um Überverkäufe zu vermeiden und eine hohe Servicequalität sicherzustellen.

Trotz dieser Entwicklungen sieht Speed4Trade beim Thema Automatisierung weiterhin erhebliches Potenzial. Nach Angaben des B2B-Monitors wickeln 77 Prozent der Unternehmen ihre Beschaffung noch vollständig manuell ab. Dabei reichen die Möglichkeiten heute von teilautomatisierten Prozessen mit Systemvorschlägen bis hin zu vollautomatisierten Bestellungen über API- oder EDI-Schnittstellen. Voraussetzung sind leistungsfähige, standardisierte Schnittstellen, über die Einkaufs- und Verkaufssysteme tief integriert miteinander kommunizieren könnten. Ziel ist es, interne Aufwände zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für Kunden zu erhöhen.

Aus Sicht von Wolfgang Vogl, Director Market Development bei Speed4Trade, durchzieht der digitale Auftritt den gesamten B2B-Einkaufsprozess: „Der digitale Auftritt spielt in allen Phasen des B2B-Einkaufsprozesses eine zentrale Rolle: Von der ersten Recherche über die Lieferantenauswahl bis hin zur Bestellung und dem Aftersales.“

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