GAI mit Sitz im französischen Levallois-Perret zählt zu den führenden Einkaufs- und Vertriebsverbünden für Ersatzteile im Kfz-Aftermarket. Nach eigenen Angaben ist die 1990 gegründete Gruppe in 118 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv, vereint 30 regionale Mitglieder sowie rund 2.000 Händler und beliefert über 35.000 Pkw- und mehr als 2.500 Lkw-Werkstätten. Über das Netzwerk der mittlerweile 67 Vertragslieferanten wird laut GAI im Pkw- und Schwerlastsektor ein Umsatz von über 40 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Für den Zuschlag ausschlaggebend waren aus Sicht von GAI insbesondere die Erstausrüster-Kompetenz der Ufi Group, ihr Patentportfolio von mehr als 360 Schutzrechten sowie die Reichweite des Vertriebsnetzes beider Marken. Paolo Cataldi, General Manager der Aftermarket Business Unit bei Ufi, ordnet die Partnerschaft in eine bereits seit 2014 verfolgte Wachstumsstrategie ein, im Zuge derer das Unternehmen schon mit mehreren internationalen Handelsgruppen zusammenarbeitet. GAI-Präsident Günter Weber und Business-Development-Direktor Benoît Pradaud begrüßten Ufi als neuen Partner im Lieferantenportfolio. „Wir sind uns der Bedeutung von Netzwerken durchaus bewusst und sind sehr stolz auf diese geschätzte Partnerschaft. Sie stellt einen weiteren Schritt in der organischen Wachstumsstrategie der Ufi Group dar, die bereits seit 2014 auch mit anderen internationalen Handelsgruppen zusammenarbeitet. Wir wollen uns mit unserer technologischen Stärke und logistischen Flexibilität im Markt positionieren. Wir haben den zusätzlichen Vorteil, Erstausrüster der wichtigsten Marken im Pkw- und Schwerlastsektor zu sein“, kommentiert Paolo Cataldi.
Zum Hintergrund: Die 1971 gegründete Ufi Group beschäftigt über 4.300 Mitarbeitende an 22 Produktionsstandorten und 57 Vertriebsniederlassungen in 21 Ländern. Neben klassischer Filtrationstechnik – vermarktet unter der Bezeichnung FormulaUfi – entwickelt das Unternehmen Thermomanagementsysteme für Verbrenner-, Hybrid- und Elektroantriebe sowie MEA-Membranen für grünen Wasserstoff. Zu den Abnehmern zählen neben Nutzfahrzeug- und Landmaschinenherstellern auch sämtliche Formel-1-Teams. Ufi reinvestiert eigenen Angaben zufolge 5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, wobei 80 Prozent der neuen Projekte auf grüne Technologien entfallen. Für GAI ist der Zugang zu OE-erfahrenen Zulieferern wie Ufi Teil der Strategie, Werkstätten und Flottenbetreibern eine Alternative zu den Servicenetzwerken der Fahrzeughersteller zu bieten – bei nach eigener Darstellung vergleichbarer Qualität, kürzeren Lieferzeiten und niedrigeren Kosten.