Hauptversammlung beschließt Dividende von 95 Cent

Veräußert Forvia das Hella-Ersatzteilgeschäft?

Forvia Hella SchäferbartholdBernard Schäferbarthold sieht Forvia Hella auf einem guten Weg.  Foto: Forvia

Zwei Milliarden Euro Umsatz (-0,8 Prozent) stehen für Forvia Hella in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 zu Buche. Auch das Operating Income bewegte sich mit 109 Millionen Euro (Q1 2024: 111 Millionen Euro) auf Vorjahresniveau, die entsprechende Marge war ebenso nahezu unverändert (5,5 Prozent; -0,1 Prozentpunkte). Während der Konzern in der Business Group Licht einen Umsatzrückgang verzeichnete (946 Millionen; -5,6 Prozent), konnte die Elektroniksparte deutlich zulegen (865 Millionen Euro; +6,4 Prozent). Das in der Business Group Lifecycle Solutions gebündelte Ersatzteilgeschäft entwickelte sich hingegen ebenfalls schwächer (254 Millionen Euro; -8,7 Prozent).

Die letztgenannte Sparte steht dabei einem Bericht des manager magazins zufolge aktuell besonders im Fokus des Managements. Um die Schuldenlast von rund 6,6 Milliarden Euro zu reduzieren, will sich der Konzern nach Informationen des Mediums von dem Bereich trennen. Bei der Business Group Lifecycle Solutions handelt es sich mit etwa 4.000 Beschäftigten um die kleinste Sparte im Konzern. Mit einer Operating-Income-Marge von 9,6 Prozent im Geschäftsjahr 2024 war die Business Group jedoch mit Abstand am profitabelsten. Zu dem Bericht wollten sich die Verantwortlichen gegenüber dem manager magazin nicht äußern. Der erst seit wenigen Monaten amtierende Forvia-CEO Martin Fischer hat auf jeden Fall einige Herausforderungen vor sich. Medienberichten zufolge war es in der Vergangenheit auch immer wieder zu Konflikten zwischen der deutschen Hella-Identität und der französischen Konzernmutter Faurecia gekommen. 

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Martin Fischer ist seit dem 1. März CEO von Forvia. Foto: Forvia

„Erwiesene Resilienz und Anpassungsfähigkeit”

Auf der diesjährigen Hella-Hauptversammlung war das Management derweil bemüht, Einigkeit zu demonstrieren. Für die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,95 Euro je Aktie votierte eine Mehrheit von 99,99 Prozent der digital zugeschalteten Aktionärinnen und Aktionäre. Zum Zeitpunkt der Abstimmung waren 89,76 Prozent des Grundkapitals in der Hauptversammlung vertreten. Unternehmensangaben zufolge wurden auch alle weiteren Tagesordnungspunkte mit einer großen Mehrheit angenommen.Der Dividendenvorschlag sieht eine Ausschüttungssumme von insgesamt 106 Millionen Euro vor. 

Bernard Schäferbarthold, Vorsitzender der Geschäftsführung von Forvia Hella, resümierte in seiner Rede: „2024 war ein anspruchsvolles, nicht zuletzt aber auch ein erfolgreiches Geschäftsjahr für uns. Zum einen haben wir in einem schwierigen Marktumfeld sehr solide Ergebnisse erzielt und damit erneut unsere Resilienz und Anpassungsfähigkeit unter Beweist gestellt. Erstmals in unserer Unternehmensgeschichte haben wir mit unserem Umsatz die Marke von acht Milliarden Euro übertroffen. Zum anderen haben wir viele wichtige Veränderungen angestoßen, mit denen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nach vorne heraus weiter stärken und unsere führende Marktposition festigen. Wir adressieren die Trends von morgen, wir haben die richtigen Technologien und die finanzielle Stärke, um die Transformation der Mobilität erfolgreich zu gestalten.“ 

Im Geschäftsjahr 2024 hatte Forvia Hella ein Jahresergebnis in Höhe von 371 Millionen Euro erzielt. Dieses enthielt auch den Buchgewinn in Höhe von 119 Millionen Euro aus der Veräußerung des 50 Prozent-Anteils am ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen Behr-Hella Thermocontrol (BHTC), die im April 2024 erfolgreich abgeschlossen wurde.

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