Hochmooren kommt eine bedeutende Rolle im Klimaschutz zu: „Im intakten, also nassen Zustand binden die weltweit bestehenden Moore mehr CO2 als alle Bäume zusammen und das, obwohl sie nur zwei Prozent der Erdoberfläche ausmachen – Wälder hingegen etwa 30 Prozent. Erschwerend hinzu kommt, dass in trockenen Moorböden Zersetzungsprozesse stattfinden, die klimaschädliches Methan und Kohlendioxid freisetzen“, berichtet Stefan Wormanns von der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide (VNP). Das Pietzmoor genannte Hochmoor südöstlich von Schneverdingenhat ist etwa 8.000 Jahre alt und hat auf einer Fläche von 2,5 Quadratkilometern eine Torfdichte von bis zu 7,5 Metern. "Dies gilt es zu erhalten, da sich über die Jahre durch den Torfabbau der Wasserhaushalt verändert hat", heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Vergölst hilft vor allem beim Aufbau der Infrastruktur zur Pflege von Moor- und Heideflächen durch heimische Heidschnucken und Ziegen. Denn ganzjährig sind im Auftrag des VPN bis zu 5.000 Tiere in der Lüneburger Heide mit ihren Schäfern unterwegs. Sie entfernen aufkeimende Bäume und sorgen dafür, dass die Moorböden offen bleiben und nicht mit Gehölzen zuwachsen. Um von Weidefläche zu Weidefläche zu gelangen brauchen die Tiere sichere Wege: „An einigen Übergängen sind witterungsbedingt tiefe Moorlöcher entstanden, in denen meine Tiere öfter stecken geblieben sind. Mit einer Spezialmaschine wurden diese aufgeweichten Übergangsstellen nun wieder aufgefüllt“, sagt Schäfer Danny Gust.
Im Ökosystem Wald haben Vergölst und Artenglück im vergangenen Jahr bereits ein Aufforstungsprojekt des VNP unterstützt: „Gemeinsam haben wir uns in den vergangenen Jahren sehr breit aufgestellt und fördern inzwischen viele verschiedene Ökosysteme. Allein in diesem Jahr konnten wir die Pflege von 40.000 Quadratmetern Wald in der Lüneburger Heide für die nächsten zehn Jahre sicherstellen. Zudem erhalten wir weiterhin unsere 11.000 Quadratmeter große Blühwiese in der Region, die wir bereits 2021 mit Unterstützung von Artenglück ausgesät haben“, berichtet Vergölst-Geschäftsführerin Frauke Wieckberg.