Positiver Abschluss für “herausforderndes Jahr”

Vertriebs- und After-Sales-Geschäft treiben Alphartis-Umsatz

Albrecht Wollensak Alphartis SEBlickt optimistisch in die Zukunft: Albrecht Wollensak, Vorstandsvorsitzender der Alphartis SE.  Foto: Alphartis

„Obwohl es auch im vergangenen Geschäftsjahr eine Reihe größerer Herausforderungen zu bewältigen galt, hat sich gezeigt, dass wir als Unternehmensgruppe sehr gut aufgestellt sind und weiterhin optimistisch in die Zukunft schauen können“, so das Fazit von Albrecht Wollensak, dem Vorstandsvorsitzenden der Alphartis SE. Insgesamt steht ein Umsatz von 1,4 Milliarden Euro in den Büchern der Automobilhandelsgruppe. Das entspricht einem Plus von rund 25 Prozent. 

Knapp 18 Prozent (ca. 250 Millionen Euro) des Umsatzes der Gruppe entfielen auf den After-Sales-Bereich. Gemeinsam mit den “sehr guten Leistungen im Vertrieb” habe dieser maßgeblich zu der positiven Gesamtentwicklung beigetragen, heißt es seitens des Konzerns. Die beiden größten Alphartis-Töchter, die ahg Autohandelsgesellschaft und die bhg Autohandelsgesellschaft, haben im zurückliegenden Jahr mehr als 40.000 Fahrzeuge – und damit “deutlich mehr als in den Vorjahren” – verkauft. 

Wachstumskurs auch 2024 

Ein weiterer Baustein des Unternehmenserfolgs war nach Aussage der Verantwortlichen die Akquisition weiterer Standorte. So wurde 2023 etwa das Autohaus Schmid (BMW) in Hausach in die ahg integriert, während das Autohaus Gscheidle das Angebot der bhg Albstadt mit der Marke Škoda ergänzte. Ferner wurden die drei Betriebe des Autohauses Märtin (BMW und Mini) in Freiburg, Bötzingen und Emmendingen mit der ahg verschmolzen. In diesem Jahr konnte die in Horb am Neckar ansässige Alphartis SE ihr Servicenetz bereits in Richtung Norden ausdehnen: Zum 1. April wurde das Autohaus Stoppanski mit den Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda und Audi sowie den beiden Betrieben in Ettlingen und Durmersheim in die bhg integriert.

In Verbindung mit der gezielten Expansion wuchs auch die Alphartis-Belegschaft im vergangenen Jahr. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 425 Auszubildende in verschiedenen Berufsgruppen. Die Beschäftigten sind an insgesamt 50 Betriebsstätten aktiv.

“Punktuelle Anpassungen des Markenportfolios”

Mit den Ergebnissen im Jahr 2023 sieht Albrecht Wollensak die Linie des Vorstands und die forcierte Zukunftsstrategie bestätigt. „Mit klaren Fokusprogrammen ist es uns gelungen, unseren Geschäftsbetrieb in den bewegten Zeiten auf stabile Beine zu stellen – und dies auch mittel- und längerfristig“, freut sich der Vorstandsvorsitzende. Teil der strategischen Aktivitäten im vergangenen Jahr war auch die Erweiterung des Markenportfolios um Hyundai als insgesamt 13. Marke. Fahrzeuge und Dienstleistungen des südkoreanischen Herstellers gibt es bei der ahg Autohandelsgesellschaft inzwischen an fünf Standorten. Alphartis will die Präsenz der Marke 2024 weiter ausbauen und zudem “punktuell strategische Anpassungen im Bereich beim jeweils lokal angebotenen Markenportfolios” vornehmen.

Auch die jungen Gesellschaften des Unternehmens stehen nach wie vor im Fokus und sollen weitere Kundenkreise ansprechen. Im Miet- und Abo-Angebot des Unternehmens verwaltet die fhg Fuhrparkmanagementgesellschaft inzwischen mehr als 1.000 Fahrzeuge, während sich auch die Serviceleistungen der vhg Versicherungsmaklergesellschaft “eines großen Zuspruchs erfreuen”.

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