Wie viele Akteure der Automobilbranche sieht sich auch Audi aktuell mit verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einem erhöhten Wettbewerbsdruck konfrontiert. Als Reaktion darauf laufen bereits seit mehreren Monaten diverse Veränderungsprozesse, mit denen Audi wieder in die Spur finden will. Eine Maßnahme ist etwa die Einführung der Matrix-Organisation, im Zuge derer sich unter anderem der Aufgabenbereich von Vorstandsmitglied Geoffrey Bouquot verändert hat. Weitere Schritte zielen auf die Reduzierung von Gremien sowie die zu Beginn des Jahres erfolgte Stärkung der Baureihenorganisation. Das soll zu einer verbesserten Kostenstruktur und mehr Wettbewerbsfähigkeit führen. Mit diesem Vorhaben wurde auch das Aus für den Produktionsstandort Brüssel verkündet, der dieser Tage vom Netz geht.
Intern bündelt der Konzern nun sämtliche Transformationsfunktionen in einer neuen Organisationseinheit und unterstellt diese der Leitung von Yvonne Bettkober. Bettkober, die unter anderem bereits für Unternehmen wie Microsoft und Amazon Web Services tätig war und zuletzt die weltweite Organisationsentwicklung und Transformation der Volkswagen AG sowie von deren Softwaretochter Cariad verantwortete, will in ihrer neuen Rolle „das Potenzial und die Power entfalten, die im Team Audi steckt”. „Mit Yvonne Bettkober konnten wir eine ebenso versierte wie erfahrene Managerin gewinnen. Mit ihrem Hintergrund in der internationalen Technologie- und Digitalbranche bringt sie wertvolle Perspektiven ein, die wir genau jetzt in der Transformation von Audi brauchen“, ist Audi-CEO Gernot Döllner überzeugt.