Die Bedeutung zertifizierter Entsorgung müsse noch weiter in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, so das Hauptanliegen von ZARE. Wie dies zu bewerkstelligen sein wird, dem gingen die Teilnehmenden Unternehmensvertreter anhand einer umfangreichen Tagesordnung bei dem Treffen nach. Zwei Wochen zuvor hatte bereits die AZuR-Partnertagung in Schkopau stattgefunden. Themen dort wie hier waren unter anderem die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Altreifenentsorgung, neue gesetzliche Rahmenbedingungen, Marktveränderungen sowie die zunehmende Bedeutung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Jedoch auch Fragen rein technischer oder ökologischer Natur standen im Mittelpunkt, wie zum Beispiel die Recyclingfähigkeit von Seal- und Silentreifen oder das Thema Export ins außereuropäische Ausland.
Unterdessen war auch Zeit für eine positive Bilanz der eigenen Netzwerkarbeit: „In den mittlerweile fast zehn Jahren seines Bestehens hat ZARE der Branche eine deutlich höhere Sichtbarkeit verschafft und wichtige Impulse für die professionelle und nachhaltige Altreifenentsorgung gesetzt“, heißt es in der von Koordinatorin Christina Guth herausgegebenen Mitteilung der Initiative. Trotzdem gäbe es weiterhin die Notwendigkeit für ein Werben in Politik und Gesellschaft dafür, dass Altreifen ausschließlich durch zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe gesammelt und verarbeitet werden dürfen. Die teilnehmenden Betriebe würden die erste, grundlegende Stufe der Kreislaufwirtschaft bilden, doch nur wenn die Sammlung von Altreifen flächendeckend und strukturiert erfolgen und die Altreifen sortenrein den verschiedenen Verwertungswegen zugeführt würden, hätten Runderneuerer sowie stoffliche und chemische Verwerter in Europa die Möglichkeit effizient und nachhaltig zu arbeiten, heißt es weiter.
Mehr zum Thema Recycling lest ihr in der April-Ausgabe unseres Print-Magazins, weitere Informationen zu den Initiativen ZARE und AZuR erfahrt ihr im Automotive-Insights-Podcast mit Christina Guth: