Prometeon-Präsenz bei der Superbike-WM

Sehen und gesehen werden

Misano World Circuit Marco SimoncelliBei sommerlich-heißen Temperaturen waren die Tribünen im Startbereich des Misano World Circuit Marco Simoncelli gut gefüllt.  Foto: Daniel Willrich

Knapp 30 °C Außentemperatur sind es an diesem Wochenende Mitte Juni an der italienischen Adria-Küste. Der Asphalt auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli knackt sogar die 40°-Marke. Sommerlich-heiße Temperaturen also, bei denen die Läufe zehn bis zwölf der aktuellen Superbike-WM-Saison stattfinden. Unter den zahlreichen Zuschauern sind auch diverse Handelspartner von Prometeon. Die Marke tritt seit Anfang 2022 als offizieller Sponsor der Rennserie in Erscheinung und nutzt dieses Engagement, um Kunden aus aller Welt einzuladen. Zeitgleich mit unserer Redaktion sind an diesem Samstag rund 30 Händler aus der DACH-Region in Misano vor Ort.   

“Wir haben mit dem Sponsoring begonnen, weil wir nach etwas gesucht haben, das der Marke Prometeon Sichtbarkeit verleiht”, blickt Roberto Righi, CEO der Prometeon Tyre Group, zurück. “Das Sponsoring der Superbike-WM war eine der ersten Sachen, die wir in diese Richtung gemacht haben. Das ist auch der Grund, warum uns das so am Herzen liegt.” Inzwischen wird auch das Rennteam Pata Prometeon Yamaha mit den beiden Piloten Andrea Locatelli (#55) und Jonathan Rea (#65) von Prometeon unterstützt. 

Kundenerlebnisse und geteilte Werte 

Neben CEO Roberto Righi ist eine ganze Reihe an Führungskräften von Prometeon in Italien zugegen, darunter auch Sabina Oriani, Head of Sales and Marketing, sowie Tino Schunath, der seit Kurzem als CEO die Prometeon-Geschäfte in der DACH-Region steuert. Kontaktpflege und der Austausch mit Kunden stehen am Rande der Motorsportveranstaltung ganz oben auf der Agenda. Roberto Righi erläutert die Bedeutung solcher Termine: “Bei Events wie hier in Misano bekommen unsere Kunden einen Eindruck davon, was es bedeutet, an einer Welt beteiligt zu sein, in der Technologie sehr wichtig ist, in der Leistung sehr wichtig ist, in der aber auch Leidenschaft, Talent und Teamwork wichtig sind – also Werte, die auch für uns relevant sind.” 

In Verbindung mit der Steigerung der Markenbekanntheit ist der Kundenkontakt das zweite wesentliche Ziel, das der Reifenhersteller im Umfeld der Superbike-WM verfolgt. Das Engagement als offizieller Sponsor sichert Prometeon unter anderem eine Bandenpräsenz entlang der Rennstrecke, die Übertragung der Rennen auf Kanälen wie etwa Eurosport sorgt auch für Aufmerksamkeit im TV. Beim finalen Rennwochenende der Saison 2024 auf dem Circuito de Jerez Angel Nieto im spanischen Jerez de la Frontera im Oktober ist das Unternehmen sogar Titelsponsor. 

Truck-Racing-Sponsoring und Dakar-Präsenz

Dass sich Prometeon bei der Superbike-WM nur abseits der Strecke profilieren kann, betrachtet Roberto Righi nicht als Problem. “Die Tatsache, dass nicht unsere Reifen hier gefahren werden – weil wir offensichtlich einen anderen Produktschwerpunkt haben – sehe ich nicht als Einschränkung unserer Ziele: Die Sichtbarkeit unserer Marke auszubauen, Kundenerfahrungen zu ermöglichen und Inhalte für unsere Social-Media-Plattformen zu generieren.” Auch ein eigener Podcast, in dem unter anderem die Resultate und Ereignisse des Rennens besprochen werden und in dem auch die beiden Fahrer Locatelli und Rea zu Wort kommen, ist Teil dieser Strategie. Bei der Erreichung dieser Vorhaben soll auch das Sponsoring beim italienischen Fußball-Club Parma Calcio helfen. Der Prometeon-Schriftzug auf den Trikots dürfte im kommenden Jahr ein nochmals größeres Publikum erreichen: Parma ist als Meister der Serie B in Italiens höchste Spielklasse, die Serie A, aufgestiegen. 

Gleichwohl müssen sich Prometeon-Profile seit diesem Jahr auch tatsächlich im Truck-Rennsport beweisen. Für die in Brasilien ausgetragene Rennserie Copa Truck liefert Prometeon Reifen und agiert zugleich als Hauptsponsor. Zu den Möglichkeiten des Engagements erläutert Roberto Righi: “In diesem speziellen Fall in Brasilien gibt es natürlich eine klare und direkte Verbindung zwischen dem, was wir tun, und dem Produkt. Das heißt, zwischen dem Produkt, das wir herstellen, und der Nutzung des Produkts selbst.” Zudem zählt Brasilien zu den wichtigsten Märkten für den Konzern, der im größten Land Südamerikas gleich zwei Reifenwerke betreibt.

Darüber hinaus hat Prometeon auch Reifen für ein Team, das bei der diesjährigen Rallye Dakar an den Start ging, geliefert. Die beiden Team-Fahrzeuge fuhren beide in die Top 10 ihrer Klasse. Bei den Prometeon-Verantwortlichen ist man durchaus zufrieden mit diesem Resultat. CEO Righi kündigt an: “Im Jahr 2025 werden wir dort wieder mit unseren Reifen antreten, mit Reifen der Marke Prometeon. Und ich denke, dass wir, wenn wir Glück haben, sogar noch besser abschneiden können als im Jahr 2024.”

Vertriebsinitiativen und Marketing-Effekte 

Prometeon wurde 2017 als Spin-off der Industriesparte von Pirelli gegründet. Um diese Eigenständigkeit zu dokumentieren sowie Prometeon als Marke zu etablieren, war und ist viel Kommunikation vonnöten, wie Roberto Righi berichtet: “Nach der Trennung von Pirelli wussten teilweise nicht einmal unsere Kunden, dass wir ein unabhängiges Unternehmen sind, das über eigene Technologien, eigene Werke und eigene F&E-Zentren verfügt.” Genau solche “Wissenslücken” sollen durch die umfangreichen Sponsoring-Aktivitäten geschlossen werden. 

Flankiert werden diese jedoch durch eine Reihe weiterer Prozesse. Der CEO führt aus: “Seit dem Start des Sponsorings vor zwei Jahren haben wir nicht nur daran gearbeitet, der Marke eine gewisse Sichtbarkeit zu verschaffen, sondern wir haben auch weiter an der Produktentwicklung, am Vertriebsnetz und an allen anderen wichtigen Säulen unseres Geschäfts gearbeitet. Dieser Gesamtansatz ist sehr wichtig.” Beleg dieser Ambitionen ist der Launch der Profile der Serie 02, die seit knapp zwei Jahren im Markt sind. Seit Kurzem sind die Produkte nun erstmals ausschließlich mit Prometeon-Branding verfügbar. Vorerst nur im Nahen Osten sowie in einigen afrikanischen Ländern erhältlich, sollen die Reifen in dieser Form in Bälde auch nach Europa kommen. 

Bis das soweit ist, setzt Prometeon weiter auf den Faktor Sichtbarkeit. “Durch unser Sponsoring werden wir nicht unbedingt direkt mehr Reifen verkaufen. Es geht um die Beziehung zu unseren Kunden, dass wir Ihnen mit Events wie hier in Misano etwas Besonderes bieten”, fasst Roberto Righi zusammen. “Und wir wollen zeigen, dass wir ein vertrauenswürdiger Lieferant sein können, der hält, was er verspricht.” Diese Verlässlichkeit will das Unternehmen auch bei anderen Gelegenheiten unter Beweis stellen. Die nächsten Prometeon-Stationen hierzulande lauten: Truck-Grand-Prix am Nürburgring (11.-14. Juli 2024) und IAA Transportation in Hannover (16.-22. September).

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