Bundesweiter Aktionstag

Arbeitnehmervertreter wehren sich gegen geplanten Verkauf der Mercedes-Benz-Autohäuser

Mercedes-Benz-AutohausNoch hat Mercedes-Benz keines seiner unternehmenseigenen Autohäuser veräußert – geplant ist das aber nach wie vor.  Foto: Mercedes-Benz

Nach Informationen der dpa soll es unter anderem am Stammsitz in Stuttgart-Untertürkheim Protest-Kundgebungen geben. Auch in Sindelfingen, Rastatt, Bremen, Düsseldorf und in Berlin sind demnach Demonstrationen geplant. Die konzertierten Aktionen stehen unter dem Motto "Wir halten zusammen – am 2. Juli und jeden Tag". Heftige Empörung hatten die Pläne der Mercedes-Benz-Konzernspitze bereits unmittelbar nach Bekanntwerden ausgelöst. Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali bezeichnete das Vorhaben gegenüber der dpa als "Schlag ins Gesicht" der Beschäftigten. 

Mercedes-Benz hatte im Frühjahr bestätigt, seine rund 80 unternehmenseigenen Autohäuser mit in Summe rund 8.000 Mitarbeitenden verkaufen zu wollen. Auf Betriebsversammlungen an diversen Standorten wurde die Belegschaft anschließend über Details informiert. Auch bezüglich der Qualifikationen potenzieller Käufer wurde das Mercedes-Benz-Management konkret: Reine Finanzinvestoren sollten es nicht sein, vielmehr sei Kompetenz im Automobilhandel eine Voraussetzung. Wie es in vielen Medienberichten unter Berufung auf einen Sprecher heißt, seien bislang noch keine Autohäuser verkauft worden. Inwiefern Protestaktionen der Arbeitnehmerseite die Pläne beeinflussen können, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. 

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