Einen mittelfristig stabilen Schmierstoffmarkt, der sich jedoch zunehmend differenziert, erwarten die Fuchs-Verantwortlichen für die kommenden Jahre. Inmitten steigender technischer und regulatorischer Anforderungen sowie sich verändernder Kundenerwartungen sieht das Unternehmen dabei klares Potenzial für sich. „Marktdynamik und Megatrends eröffnen uns neue Wachstumschancen, genau dort, wo die Stärken von Fuchs liegen. Mit unserer umfassenden technologischen Schmierstoffexpertise, einem breit diversifizierten Portfolio und einer globalen Infrastruktur mit ausgeprägter lokaler Kundennähe sind wir bei Fuchs hervorragend positioniert, sowohl volumenstarke Märkte als auch hochspezialisierte Segmente erfolgreich zu bedienen“, ist Dr. Timo Reister überzeugt. Der stellvertretende Fuchs-Vorstandsvorsitzende ist verantwortlich für den Fuchs100‑Strategiezyklus, der maßgeblich auf den drei Säulen Growth, Sustainability und People fußt.
Dabei will Fuchs im Bereich Nachhaltigkeit den „messbaren Kundennutzen” seiner Lösungen gezielter kommunizieren, während der Bereich People auf die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur abzielt. „Im Rahmen der Fuchs100-Strategie fördern wir besonders die länder- und funktionsübergreifende Zusammenarbeit und bauen eine leistungsorientierte Organisation auf – mit KPI-Fokus und datenbasierten Entscheidungen. Beides ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie“, betont Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Fuchs SE.
Zielsetzung vorbehaltlich „normaler Marktkonditionen”
Wachstum will der Konzern derweil insbesondere in sechs Segmenten erzielen: Automotive Aftermarket, Customer Brands, Rotary Motion, New Mobility, Performance Greases sowie Special Application Solutions. Dafür treibt Fuchs unter anderem die Verzahnung globaler, regionaler und lokaler Strukturen weiter voran. Durch diese und weitere Initiativen soll es gelingen, den Umsatz von 3,56 Milliarden Euro im Jahr 2025 bis 2031 auf 4 bis 4,5 Milliarden Euro zu steigern. Das operative Ergebnis soll von 435 Millionen Euro (2025) auf 550 bis 600 Millionen Euro gesteigert werden, wobei die zugehörige Marge 13 bis 15 Prozent betragen soll. Für das laufende Geschäftsjahr lautet die Umsatzprognose rund 3,7 Milliarden Euro, das EBIT wird bei etwa 450 Millionen Euro erwartet. „Die Zielsetzung steht unter dem Vorbehalt normaler Marktkonditionen. Den Mittelfristzielen liegen dabei die Wechselkurse zu Ende 2025 sowie die Annahme einer stabilen Entwicklung von Rohstoffkosten und Preisen zugrunde. Annahmen und Fortschritte sollen jährlich auf ihre Auswirkungen auf die Zielerreichung überprüft werden”, heißt es dazu seitens des Unternehmens erläuternd.
Die Strategie Fuchs100 knüpft dabei laut Stefan Fuchs gezielt an die im Zuge von Fuchs2025 erfolgten Weichenstellungen an. Die dadurch bereits erreichten Ziele einer jährlichen Dividendensteigerung sowie einer Cash Conversion Rate von 0,8 gelten zudem weiterhin. „Durch die klare Segmentierung konnten wir Wachstumschancen gezielter erschließen, Kundenbedürfnisse schneller und individueller adressieren sowie Best Practices global teilen und skalieren“, blickt Stefan Fuchs zurück. „Diese Fokussierung hat zur Stärkung unserer Marktposition beigetragen. Gleichzeitig haben wir unsere Strukturen und Unternehmenskultur weiterentwickelt. Auf dieser soliden Basis werden wir mit Fuchs100 aufbauen, um unsere Marktposition nachhaltig zu festigen und weiter zu wachsen.“