Toyota Chemical Engineering

Neue Recyclingmethode für Altbatterien

88967-batterierecyclingtoyotachemicalengineering-3Bei der neuen Recyclingmethode werden die Batterien ohne vorherige Verbrennung in ihre Bestandteile zerlegt.  Foto: Toyota Chemical Engineering

Die Nachfrage nach seltenen Metallen wie Kobalt oder Lithium steigt mit der Verbreitung elektrifizierter Fahrzeuge. Um der begrenzten Verfügbarkeit zu begegnen, rücken die Themen Recycling und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft mehr und mehr in den Fokus der Unternehmen. Darüber hinaus sind die Batteriehersteller in Europa ab 2031 dazu verpflichtet, einen festen Anteil an aus Altbatterien zurückgewonnenen seltenen Metallen zu verarbeiten.

Mit Toyota Chemical Engineering hat nun ein Unternehmen für industrielle Abfallverarbeitung eine neue Technologie zum Recycling von Altbatterien entwickelt. Bereits seit 2010 werden im Werk in Handa in der Präfektur Aichi die Altbatterien aus Hybridfahrzeugen gesammelt und mit der herkömmlichen Verbrennungsmethode recycelt. Bei der neuen Technologie wird die Elektrolytflüssigkeit destilliert und extrahiert, um das Brandrisiko im Verarbeitungsprozess zu eliminieren. Nach der anschließenden Zerkleinerung der Batteriezellen können die zurückgewonnenen aluminium- oder eisenhaltigen Teile bzw. die „schwarze Masse“ (ein Pulver, das verschiedene seltene Metalle enthält) sortiert und bei Partnerunternehmen für die erneute Batterieproduktion weiterverarbeitet werden.

„Natürlich bedeutet die Implementierung solcher neuen Prozesse auch hohe Investitionskosten. Doch entscheidend ist es, den Lebenszyklus eines Autos ganzheitlich zu betrachten“, sagt Yumi Otsuka, Chief Sustainability Officer bei Toyota. „Nehmen wir beispielsweise unseren Mobilitätsservice Kinto. Da wir die Fahrzeuge selbst verwalten, ist es leichter, die Wiederverwertung sicherzustellen und die Teile und Materialien zu recyceln. Außerdem haben wir auf diese Weise einen ständigen Kontakt zu unseren Kunden, was uns neue Möglichkeiten gibt, ihnen zusätzliche Leistungen wie Upgrades und Personalisierungen anzubieten. Daher trägt eine umfassendere Kreislaufwirtschaft sowohl zu geringeren CO2-Emissionen als auch zu neuen Geschäftsmöglichkeiten bei.“

Damit der Lebenszyklus eines Autos komplett klimaneutral wird, müssten, laut Aussage des Unternehmens, alle Emissionen von der Herstellung über die Stilllegung bis zum Recycling mit einberechnet und sukzessive reduziert werden. Somit könne das Batterierecycling ohne vorherige Verbrennung ein entscheidender Prozess zur Senkung der CO2-Emissionen sein. In diesem Bereich hat Toyota bereits vielversprechende Verifizierungstests durchgeführt.

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