Unternehmensangaben zufolge handelt es sich bei dem Material um sogenannte Post-Consumer-Recycling-Polycarbonate (PCR). Diese enthalten 50 Prozent recycelten Inhalt wie etwa alte Autoscheinwerfer und wurden bereits vom TÜV Rheinland zertifiziert. Für den möglichen Einsatz in zukünftigen Fahrzeugdesigns laufen gegenwärtig bereits Tests bei den Projektpartnern Volkswagen und Nio. „Diese Partnerschaft zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit für die Kreislaufwirtschaft ist. Indem wir wichtige Branchenakteure zusammenbringen, schaffen wir Lösungen für das Recycling hochwertiger Kunststoffe aus alten Fahrzeugen und fördern Innovationen für einen nachhaltigen Materialkreislauf in der Automobilindustrie“, unterstreicht Martin Hansen, Regionalleiter Ostasien bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die ebenfalls in das Programm involviert ist.
Zum Unterstützerkreis der Initiative zählt auch der chinesische Recycler Ausell, der Covestro und die übrigen Partner dabei unterstützt, praktische Lösungen entlang der Wertschöpfungskette – etwa in Bezug auf die Sammlung und Verwertung der alten Scheinwerfer – zu entwickeln. Die nun eingeführten PCR-Polycarbonate sollen hohe Qualitätsansprüche erfüllen und es Automobilherstellern so ermöglichen, sowohl ihre eigenen Umweltziele als auch Vorgaben wie die EU-Richtlinie über Altfahrzeuge (End-of-Life Vehicle Directive) einzuhalten, ohne Abstriche bei den finalen Produkteigenschaften zu machen.
Lily Wang, Leiterin der Geschäftseinheit Engineering Plastics bei Covestro, teilt mit: „Diese neuen Polycarbonate sind ein wichtiger Schritt, mit dem wir die Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie unterstützen können. Mit unserem Angebot an hochwertigen, recycelten Materialien aus alten Scheinwerfern helfen wir unseren Kunden, immer konkretere und strengere Vorgaben zu erfüllen und fördern gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor.“ Letztere treibt der Werkstoffhersteller zudem mit einer Reihe weiterer Projekte voran. Dazu gehört unter anderem die im Sommer 2024 gestartete Kooperation mit Neste und Borealis, im Rahmen derer aus Altreifen neue Autoteile entstehen sollen.
JETZT unseren WhatsApp-Kanal abonnieren und auf dem Laufenden bleiben ➡️ Hier klicken