Sven Müller von Alcar über den Sensor HD

RDKS-Universallösung für Lkw, Busse und Trailer

Sensor HDDer Sensor HD lässt sich flexibel an Raddimensionen zwischen 17,5 und 24,5 Zoll anpassen.  Foto: Alcar

Das Geschäft mit Komponenten für das Commercial-Segment hat seine Besonderheiten. Was sind die wichtigsten Kanäle zur Vermarktung Ihrer RDKS-Lösungen und wie digital ist das Nfz-Geschäft von Alcar?

Sven Müller: Das Geschäft mit RDKS-Lösungen im Commercial-Segment weist in der Tat einige Besonderheiten auf. Unsere wichtigsten Vermarktungskanäle sind dabei der direkte Vertrieb über die eigenen Alcar-Tochterunternehmen in ganz Europa und natürlich auch spezialisierte Händler sowie Partnerschaften mit Flottenbetreibern und Werkstätten. 

Wir sehen bereits jetzt, dass sich das Geschäft weiter in Richtung Digitalisierung und Vernetzung entwickelt, wobei intelligente Flottenmanagement-Lösungen und Predictive Maintenance eine immer größere Rolle spielen werden. Die zunehmende Nachfrage nach Effizienz und Sicherheit im gewerblichen Fuhrparkmanagement wird diesen Trend weiter verstärken. Unsere Lösungen hier sind vielfältig – wir bieten beispielsweise einen Cloud-Service an, über den wir die RDKS- und Reifendaten live in die Warenwirtschaftssysteme oder Flottenmanagementsysteme unserer Kunden integrieren können. Und wir arbeiten an weiteren digitalen Services, die wir in naher Zukunft präsentieren.

Sven Müller Alcar
Sven Müller ist Sales Director RDKS der Alcar Wheels GmbH. Foto: Alcar

Alcar bietet mit dem Sensor HD eine universell einsetzbare Lösung für das Nachrüst-Geschäft. Gestaltet sich die Nachfrage gemäß Ihren Erwartungen?

Sven Müller: Die Nachfrage nach unserem Sensor HD entwickelt sich sehr positiv und entspricht unseren Erwartungen absolut. Grund für die starke Resonanz ist die sehr einfache und schnelle Handhabung in der Werkstatt und nicht zu vergessen – die hohe Verfügbarkeit. Hier legen wir besonderen Wert darauf, dass die Fachwerkstätten schnell an die benötigten Ersatzteile kommen.

Zu den Funktionalitäten und der Bauweise des Sensors – was sind die größten Benefits des Sensor HD?

Sven Müller: Hierbei handelt es sich um einen Universalsensor, der sich auf jedes beliebige Fahrzeugmodell frei programmieren lässt. Der universelle Nutzfahrzeug-Sensor lässt sich nicht nur für alle Anbindungen programmieren, sondern passt sich durch das innovative Design mit nur einem Produkt flexibel an alle Raddimensionen – passend für Lkw, Busse und Trailer – zwischen 17,5 bis 24,5 Zoll an. Einfacher geht’s nicht.

Sensor HD Alcar
Die Montage des Sensor HD erfolgt direkt am Rad mittels eines Kunststoffbandes mit Klettverschluss. Foto: Alcar

Wie funktioniert die Montage und die Programmierung?

Sven Müller: Die Montage erfolgt direkt am Rad mittels eines für stärkste Beanspruchung entwickelten Kunststoffbandes mit Klettverschluss. Der Sensor lässt sich flexibel an alle Raddimensionen zwischen 17,5 bis 24,5 Zoll anpassen. Für die Montage des Sensors benötigen Sie lediglich zwei Hände, aber kein spezielles Werkzeug oder Zubehör. Für die Programmierung des Sensors bieten wir ein Nutzfahrzeug-Upgrade für das bestehende Alcar Tech600-Gerät an. Dieses ermöglicht das Programmieren oder auch das Erstellen eines OE-Klons.

Wie Sie sagen, kann mit dem Alcar Tech600-Tool ein OE-Klon des vorhandenen Sensors erstellt werden. Wie arbeiten die Alcar-Lösungen zusammen und welche Rolle spielt auch der RDKS-Konfigurator im Portfolio? 

Sven Müller: Das “Klonen” ist im normalen RDKS-Service die beste und einfachste Lösung für jeden Mechaniker. Bei der Erstellung eines Klons wird die bestehende „ID“ des zu ersetzenden Sensors an der jeweiligen Position am Fahrzeug kopiert und mit der passenden Software durch das Diagnose Gerät aufgespielt. Somit gibt es keine neue „ID“ an irgendeiner Position und das ganze System muss nicht aufwändig neu angelernt werden, wenn ich es denn überhaupt anlernen kann.

Insbesondere bei manchen Zugmaschinen oder bei den meisten Trailern ist dies die einfachste und mitunter einzige verfügbare Lösung für den Reifenhandel und die Werkstatt, um hier einen problemlosen Sensortausch vorzunehmen. Bei manchen Lkw sind die OBD-Zugänge zum Beispiel gesperrt und beim Trailer gibt es keine standardmäßigen OBD-Zugänge. Und alternativ, wenn ich nicht klonen würde, benötige ich mehrere herstellergebundene Hardwarelösungen, um das Fahrzeug wieder “zum Laufen“ zu bekommen, wenn ich diese denn überhaupt habe.

Alcar bietet im Webshop seinen Kunden tagesaktuelle Sensorzuordnungen und den neuen RDKS-Konfigurator an. Alle Informationen sind für jede Fachwerkstätte schnell verfügbar und wichtige Anmerkungen zu Fahrzeugen oder OE-Sensoren werden übersichtlich dargestellt. Zusätzlich erhalten Kunden Hinweise zu Service-Kits, Ersatzventilen und fahrzeugbezogenen Anlernverfahren. 

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