Fortschritte bei der geplanten Fusion

Schaeffler und Vitesco bilanzieren soliden Start ins neue Geschäftsjahr

Schaeffler-ZentraleSchaeffler konnte im ersten Quartal vor allem die Umsätze seiner Sparte Vehicle Lifetime Solutions – dem Automotive-Aftermarket-Geschäft – deutlich steigern.  Foto: Schaeffler

Von Januar bis Februar 2024 erwirtschaftete die Schaeffler AG einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro (-1,6 Prozent; währungsbereinigt ±0,0 Prozent). Unternehmensangaben zufolge kompensierte dabei die Entwicklung der Sparten Automotive Technologies (währungsbereinigt +0,8 Prozent) und Vehicle Lifetime Solutions (währungsbereinigt +8,6 Prozent) – dem Automotive-Aftermarket-Geschäft – die Rückgänge der erweiterten und umbenannten Sparte Bearings & Industrial Solutions (währungsbereinigt -4,1 Prozent). Auch das EBIT vor Sondereffekten (322 Millionen Euro; -4,1 Prozent) sowie die zugehörige Marge (7,9 Prozent; -0,2 Prozentpunkte) lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Sondereffekte, bedingt durch “eine rechnungslegungsbezogene Schätzungsänderung bei der Bewertung des gruppenweiten Vorratsvermögens” sorgten für ein deutliches Plus bei dem den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbaren Konzernergebnis (231 Millionen Euro; +79,7 Prozent). Das Konzernergebnis vor Sondereffekten belief sich auf 155 Millionen Euro (Vorjahr: 195 Millionen Euro).

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, erläutert: „Die Schaeffler Gruppe ist trotz des anspruchsvollen Umfelds gut in das neue Jahr gestartet. Erfolgsgarant ist weiterhin unsere breite Aufstellung. Die positiven Ergebnisse in den Sparten Automotive Technologies und Vehicle Lifetime Solutions haben den marktbedingt rückläufigen Trend im Industriegeschäft erfolgreich kompensiert. An unserem Ausblick für das Gesamtjahr halten wir unverändert fest.“ Mit Blick auf die angestrebte Integration der Vitesco Technologies Group AG bezeichnete Rosenfeld 2024 zugleich als “Übergangsjahr”. Wir legen jetzt die Basis, um ab 2025 das signifikante Potenzial aus dem Zusammenschluss mit Vitesco zu realisieren und gemeinsam die führende Motion Technology Company zu etablieren”, so der Schaeffler-Vorstandsvorsitzende. Seinen Angaben zufolge sind inzwischen mehr als 1.200 Kolleginnen und Kollegen an den im Januar gestarteten Integrationsvorbereitungen beteiligt. 

Zuversicht bei Vitesco 

Beim künftig zu Schaeffler-Konzern gehörenden Unternehmen Vitesco Technologies verlief der Jahresstart ähnlich, weshalb sich auch die Verantwortlichen weitgehend zufrieden zeigen. “Vor dem Hintergrund des anhaltend anspruchsvollen Marktumfeldes schließt Vitesco Technologies das erste Quartal mit einem soliden Ergebnis ab. Insbesondere der geplante Rückgang im Bereich der Nicht-Kern-Technologien verringerte den Umsatz zu Beginn des Jahres”, berichtet Andreas Wolf, der Vorstandsvorsitzende von Vitesco Technologies. Vor allem der geplante Rückgang im Bereich der Auftragsfertigung für Continental habe sich bemerkbar gemacht. 

Ein Konzernumsatz von 1,99 Milliarden Euro entspricht einem Rückgang von 13,9 Prozent respektive einem um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Minus von 7,5 Prozent. Das Kerngeschäft trug 1,57 Milliarden Euro (Q1 2023: 1,60 Milliarden Euro) zum Gesamtumsatz bei, während der Anteil des Nicht-Kerngeschäfts bei 423,0 Millionen Euro (Q1 2023: 713,1 Millionen Euro) lag. Sein bereinigtes operatives Ergebnis konnte der Zulieferer leicht steigern (33 Millionen Euro; +1,7 Prozent) und auch die bereinigte EBIT-Marge wuchs um 0,3 Prozentpunkte (1,7 Prozent). 

Das Konzernergebnis betrug im Berichtszeitraum 22,7 Millionen Euro (Q1 2023: ‑50,7 Millionen Euro), während sich der Free Cashflow auf -90,6 Millionen Euro (Q1 2023: -41,1 Millionen Euro) belief. Letzteres führt das Vitesco-Management auf geplante Verrechnungen von geleisteten Anzahlungen des Continental-Konzerns sowie auf den Rückgang der beidseitigen Auftragsfertigung zurück. Finanzvorständin Sabine Nitzsche ordnet ein: “Insgesamt können wir mit dem ersten Quartal 2024 zufrieden sein. Wir sind zuversichtlich, dass wir mithilfe unserer Kostendisziplin und der operativen Verbesserungen unsere Jahresziele erreichen werden.“

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