Mit 245/45 R19 prüft das AutoBild-Team in diesem Jahr eine Reifengröße, die unter anderem auf Oberklasse-Fahrzeuge wie die Mercedes E-Klasse, den Audi A6 oder den 5er BMW passt. Letzterer diente dabei als Testfahrzeug und war als solches auch im Vorentscheid mit insgesamt 50 Winterreifen-Modellen am Start. Zunächst stand für alle Probanden ein Bremstest auf nasser Fahrbahn aus 80 km/h auf dem Programm. Für die 20 schlechtesten Profile ist der Einsatz danach schon beendet. Sie bremsen laut AutoBild so schwach, dass der zweite Bremstest auf Schnee gar nicht mehr durchgeführt wurde. An dieser Hürde gescheitert sind – wie in der Vergangenheit zum Teil bereits mehrfach – unter anderem die Vertreter von Tourador, Tracmax, Minerva, Imperial, Rotalla und Windforce. Sie gehören gar zu den zwölf schlechtesten Bremsern und werden als „nicht empfehlenswert” eingestuft. Absolutes Schlusslicht ist der Triangle Snowlink PL02, der erst nach 50,6 Metern zum Stehen kommt. Ebenfalls bereits aussortiert wurden nach dem Nassbremsen die Kandidaten von Radar, Milever, Fortuna, Marshal, Goodride, Sunny, Davanti und Westlake.
Als zweite Bewährungsprobe erfolgte für die übrigen 30 Winterreifen ein Schneebrems-Durchgang mit einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50 km/h. Nur die 20 Produkte mit den in Summe kürzesten Bremswegen erreichen das Finale, während für zehn weitere Reifen Endstation ist. Am auffälligsten ist an dieser Stelle sicherlich das Aus für den Falken Eurowinter HS02 Pro, dessen kumulierte Bremswege nur zu Platz 28 reichen (72,5 Meter). Da von der Marke Dunlop kein Reifen am Start ist, ist der Sumitomo-Konzern somit nicht im Finale des AutoBild-Winterreifentests vertreten. Der Eurowinter HS02 Pro leistet sich zudem in dieser Testsaison zum wiederholten Male Schwächen: Im Winterreifentest des AvD wird der Pneu aufgrund einer Abwertung auf Schnee nur 11., während der ADAC dem Reifen gar die rote Karte zeigt und ihn ob seiner dürftigen Leistungen auf winterlicher Fahrbahn als „mangelhaft” klassifiziert.
Am Finale vorbei bremsen ferner Marken wie Nankang, Ceat, Fulda und Linglong, wobei Linglong den Cut um 10 cm verpasst: Mit in Summe 70,2 Metern Bremsweg muss sich der Sport Master Winter hinter dem Maxxis Premitra Snow WP6 (70,1 Meter) einreihen, der als letzter Reifen die Top 20 komplettiert. Während der Pirelli P Zero Winter 2 als bester Nassbremser das Qualifying für sich entscheidet, wird der Vredestein Wintrac Pro+ als bester Schneebremser Gesamtsechster. Folgende Reifen sind im AutoBild-Test am Start:
| Modell | Nassbremsen | Schneebremsen | Gesamtbremsweg |
| Pirelli P Zero Winter 2 | 33 | 29,5 | 62,5 |
| Continental WinterContact TS 870 P | 33,9 | 29,3 | 63,3 |
| Michelin Pilot Alpin 5 | 35,9 | 29,1 | 65 |
| Hankook Winter i*cept evo 4 | 36,3 | 29,2 | 65,5 |
| Bridgestone Blizzak 6 | 37,4 | 29,4 | 66,7 |
| Vredestein Wintrac Pro+ | 38 | 28,9 | 66,9 |
| Barum Polaris 6 | 38 | 29,1 | 67,1 |
| Kleber Krisalp HP3 | 38,3 | 29 | 67,2 |
| Goodyear UlraGrip Performance 3 | 37,9 | 29,4 | 67,3 |
| BF Goodrich G-Force Winter 2 | 38,3 | 29,1 | 67,4 |
| Kumho WinterCraft WP52+ | 37,5 | 29,8 | 67,4 |
| Viking WinTech NewGen | 38,3 | 29,2 | 67,5 |
| Semperit Speed-Grip 5 | 38,3 | 29,3 | 67,6 |
| GT Radial WinterPro 2 Sport | 39,2 | 29,6 | 68,7 |
| Lassa Competus Winter 2+ | 38,9 | 30,1 | 68,9 |
| Petlas Snowmaster 2 Sport | 39,4 | 29,8 | 69,2 |
| Matador MP93 Nordicca | 40 | 29,5 | 69,5 |
| Giti GitiWinter W2 | 39,7 | 29,9 | 69,9 |
| Firestone Winterhawk 4 | 40,4 | 29,2 | 69,7 |
| Maxxis Premitra Snow WP6 | 41 | 29,1 | 70,1 |