Bei einer Veranstaltung auf der Rennstrecke Paul Ricard in der Nähe von Le Castellet in Südfrankreich gab die Rennsportabteilung von Michelin Einblicke in die Zusammenarbeit. Demnach hat Enviro seit Anfang des Jahres diverse Versuchsreihen mit Michelin-Rennreifen in seiner Recyclinganlage im schwedischen Åsensbruk durchgeführt. Diese verliefen positiv, sodass ab 2026 eine Skalierung der Projekt-Kooperation erfolgen soll. „Wir haben unsere Pyrolyse-Technologie in enger Zusammenarbeit mit Michelin entwickelt, was entscheidend für die Realisierung einer Technologie war, die Rohstoffe in der richtigen Qualität und mit den richtigen Eigenschaften recyceln kann. Die Tatsache, dass Enviro und seine Technologie nun in der Lage sind, eine vollständig kreislauffähige Lösung für Michelin zu liefern, ist eine unglaubliche Ehre und sagt viel darüber aus, wie erfolgreich wir waren“, erläutert Enviro-CEO Fredrik Emilson.
Enviro wird künftig Michelin-Rennreifen, die in der Le-Mans-Hypercar-Klasse zum Einsatz kommen, nach deren Gebrauch zurücknehmen und in seiner Anlage in Åsensbruk recyceln. Neben Stahl und Öl entsteht dabei auch Ruß (recovered Carbon Black, rCB), den Enviro wieder an Michelin liefern wird. Der französische Konzern fertigt daraus unter anderem neue Rennprofile. Nachdem Enviro Michelin bereits seit einiger Zeit mit wiedergewonnenem Ruß versorgt, wird die Zusammenarbeit nun nochmals intensiviert. Michelin engagiert sich seit 2020 als strategischer Partner des Recycling-Unternehmens und ist als solcher der größte Anteilseigner. Während der Reifenhersteller mit der Initiative seine Nachhaltigkeitsbemühungen auch im Motorsport vorantreibt, sieht man den Ausbau der Kooperation bei Enviro insbesondere als Beleg für das Potenzial der eigenen Methode: „Rennreifen stellen den Höhepunkt der Reifentechnologie dar, und dass Enviro an der Bereitstellung einer Kreislauflösung für die Rennreifen des weltweit größten Reifenherstellers beteiligt ist, ist ein Qualitätsmerkmal für das, was unsere Pyrolyse-Technologie leisten kann“, betont Fredrik Emilson.