„Die Entwicklung im vierten Quartal 2024 ist im Vergleich zum vierten Quartal 2023 in allen Produktsparten positiv, hauptsächlich aber aufgrund einer schwachen Leistung im vierten Quartal 2023”, ordnet ETRAM-Generalsekretär Adam McCarthy die zum Jahresende vorgelegten Zahlen ein. Sogar die im Jahresverlauf schwächelnde Sparte Sommerreifen legt in den letzten drei Monaten 2024 zu (+1 Prozent). In Verbindung mit den deutlichen Zuwächsen bei All-Seasons (+18 Prozent) und bei Winterreifen (+15 Prozent) ergibt sich für Q4 ein Consumer-Plus von 12 Prozent (56,5 Millionen Einheiten). Auf das ganze Jahr gerechnet liegt das Plus gegenüber 2023 bei 5 Prozent, wobei Sommerreifen (-2 Prozent) die positive Entwicklung bei Winter- (+7 Prozent) und vor allem bei Ganzjahresreifen (+16 Prozent) schmälern.
Lkw- und Busreifen wiederum legen im vierten Quartal zu (2,88 Millionen Einheiten; +4 Prozent) und liegen final nur knapp unter dem Ergebnis von 2023 (11,3 Millionen Einheiten; -1 Prozent). Mit Blick auf die Resultate in den beiden Segmenten schränkt Adam McCarthy ein: „In beiden Segmenten sind wir mit -3,5 Prozent bzw. -10,3 Prozent gegenüber 2019 noch weit von den Mengen vor der Pandemie entfernt.” Zudem entwickelte sich 2024 auch das OE-Geschäft der ETRMA-Mitglieder schwächer. Bedingt vor allem durch die rückläufige Fahrzeugproduktion gab der Consumer-Bereich um 8 Prozent nach, während die Zahl der für Lkw und Busse gelieferten Erstausrüstungsreifen um 22 Prozent einbrach.
Positive Tendenzen zeigten hingegen die Reifenersatzmärkte in den Bereichen Landwirtschaft sowie Moto & Scooter. Die ETRMA meldet für beide Segmente deutliche Zuwächse im vierten Quartal – LWS: + 12 Prozent, Moto: +18 Prozent –, sodass 2024 insgesamt die Bilanz von 2023 jeweils übertroffen wurde (LWS: + 5 Prozent, Moto: +4 Prozent).