Für das vierte Quartal 2023 weist die Statistik der European Tyre and Rubber Manufacturers’ Association (ETRMA) für die Bereiche Lkw & Bus (-13 Prozent), Landwirtschaft (-17 Prozent), sowie Motorrad & Roller (-24 Prozent) jeweils zweistellige Rückgänge auf. Das Consumer-Segment (Pkw, SUV und LLkw) wiederum erreichte mit rund 50 Millionen Reifen in Summe nahezu das Niveau des Vorjahresquartals. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch beim Blick auf die einzelnen Reifenarten. Während die Zahl der verkauften Sommerreifen knapp 7 Prozent unter dem Vorjahreswert lag, konnten Winterreifen (+2 Prozent) und insbesondere Ganzjahresreifen (+15 Prozent) witterungsbedingt zum Jahresende zulegen.
Als Einzelkategorie betrachtet waren Ganzjahresreifen die einzige Gattung, die im gesamten Jahresverlauf gegenüber 2022 wachsen konnte (+7 Prozent). Die saisonalen Spezialisten verzeichneten hingegen deutliche Rückgänge (Sommer: -9 Prozent; Winter -13 Prozent), sodass für den Consumer-Bereich insgesamt ein Minus von 8 Prozent zu Buche steht. Der Ersatzmarkt für Lkw- und Busreifen schrumpfte 2023 um 17 Prozent, während die Zahl der Roller- und Motorradpellen um 11 Prozent sank. Mit rund 30 Prozent fiel der Rückgang im Segment Landwirtschaft jedoch am stärksten aus.
"Die Zahlen bestätigen die seit Juni 2022 beobachteten negativen Trends. Diese Ergebnisse sind hauptsächlich auf einen Nachfragerückgang, bedingt durch die Inflation der Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten sowie den Abbau der Lagerbestände in den Vertriebskanälen, zurückzuführen", fasst Adam McCarthy, Generalsekretär der ETRMA, zusammen.