Reifenersatzmarkt: Anzeichen einer Erholung, aber ungewisser Ausblick
Eine verhalten positive Tendenz registriert Tyres Europe mit Blick auf die Verkaufszahlen seiner Mitglieder im ersten Quartal 2026: Neben den – wenn auch nur moderaten – Zuwächsen in einzelnen Segmenten übertrafen die Absätze erstmals nach längerer Zeit wieder das Importvolumen. Angesichts der Unklarheiten rund um die Situation im Nahen Osten warnt der Verband jedoch vor allzu viel Optimismus.
GVA-Mitglieder bleiben trotz „allgemeinwirtschaftlicher Frustration” optimistisch
Als „gut” beurteilen die GVA-Mitglieder die allgemeinwirtschaftliche Situation weder im ersten Quartal noch mit Blick auf den restlichen Jahresverlauf. Hoffnung macht jedoch ein starker Quartals-Endspurt im März mit einem deutlichen Plus bei Fahrzeug-Besitzumschreibungen. Basierend auf dieser Dynamik gehen immer noch fast 70 Prozent der Verbandsmitglieder von steigenden Umsätzen im Jahr 2026 aus.
E-Autos sind weniger pannenanfällig als Verbrenner
Moderne Pkw werden immer zuverlässiger, dennoch stieg die Zahl der ADAC-Panneneinsätze im Jahr 2025 auf knapp 3,7 Millionen. Grund ist das wachsende Durchschnittsalter des deutschen Fahrzeugbestands. Elektroautos schneiden dabei besser ab als Verbrenner.
BYD schiebt sich in puncto Innovationsstärke vor VW auf Platz eins
Auch für 2026 hat das Center of Automotive Management (CAM) seine Studienreihe AutomotiveInnovations vorgelegt: Erstmals weist diese den BYD-Konzern vor VW und Mercedes-Benz als Innovationsführer aus. In Verbindung mit den Top-Platzierungen weiterer chinesischer Akteure sieht Studienleiter Stefan Bratzel „die tektonische Verschiebung in der Automobilindustrie auf einem neuen Niveau”.
EU-Neuzulassungen steigen, E-Autos gewinnen an Boden
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Neuzulassungen von Pkw in der EU um 4 Prozent. Während vollelektrische Fahrzeuge ihren Anteil auf beinahe 20 Prozent ausbauten, sank das Interesse an Verbrennern einmal mehr deutlich.
Deutsche Zulieferindustrie in tiefer Strukturkrise gefangen
Eine "tiefe Strukturkrise" hat die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) im Rahmen ihrer Wirtschaftspressekonferenz erneut mit Zahlen untermauert. Die industrielle Resilienz sowie die Stabilität der Wertschöpfungsketten seien gefährdet. Die belastenden Faktoren lauten unverändert: Schwache Auftragseingänge, steigende Kosten und ein zunehmend internationaler Wettbewerbsdruck.
Dekra bleibt auf Wachstumskurs
Trotz der Krise in der Autoindustrie und einer schwierigen Konjunktur steigerte die Prüfgesellschaft Dekra den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Alle Geschäftsbereiche haben den Verantwortlichen zufolge zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen. Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern ebenfalls wachsende Erlöse.
Notbremsassistenten zeigen Schwächen unter Extrembedingungen
Moderne Autos stecken voller Sensoren, die die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen sollen. Extreme Wettereinflüsse können die Technik jedoch auch an ihre Grenzen bringen. Wie gut insbesondere Notbremsassistenten bei Starkregen oder Nebel funktionieren, hat der ADAC in einer Stichprobe getestet. Das Ergebnis: Über alle getesteten Pkw-Modelle hinweg arbeitete kein System fehlerfrei.
Vollelektrische Pkw weiter auf Wachstumskurs
Im ersten Quartal des Jahres 2026 wurden deutlich mehr vollelektrische Fahrzeuge zugelassen als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Für das Privatkundengeschäft mit E-Fahrzeugen sieht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) allerdings mehr Potenzial.
E-Autos verlieren rasant an Wert
Gebrauchte E-Autos verlieren innerhalb von drei Jahren bis zu 70 Prozent an Wert und damit mitunter doppelt so viel wie ihre Verbrenner-Pendants. Zu dem Ergebnis kommt eine Analyse der Gebrauchtwagen-Handelsplattform Carvago. Vor allem die rasante technische Entwicklung von E-Fahrzeugen mindert die Attraktivität älterer Modelle deutlich schneller.
Krisenfester Reifenhandel trotzt rückläufigem Absatzvolumen
Eine „positive qualitative Geschäftsentwicklung 2025” bilanziert der BRV aus Sicht seiner Mitglieder. Der Reifenfachhandel bleibt der stärkste Absatzkanal und kann in puncto Umsatz und Rohertrag zulegen. Insgesamt ist das Absatzvolumen derweil leicht rückläufig und auch die Dynamik bei Ganzjahresprofilen schwächt sich ab. Mit einem starken Endspurt übertrifft zumindest das Lkw-Segment das Vorjahr.
Gebrauchtwagen gewinnen in deutschen Flotten an Bedeutung
Neben vollelektrischen Fahrzeugen rücken auch gebrauchte Fahrzeuge sowie flexible Mobilitätsangebote stärker in den Fokus von Mobilitätsverantwortlichen. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Mobility Observatory des Leasing-Anbieters Arval. Fehlende Ladelösungen erweisen sich zudem weiterhin als größter Hemmschuh für den Hochlauf der E-Mobilität.
Elektromobilität in europäischen Fuhrparks gewinnt an Dynamik
Über die Hälfte der befragten Unternehmen will in den kommenden zwei Jahren mehr vollelektrische Fahrzeuge für ihre Fuhrparks anschaffen. Zu dem Ergebnis kommt die aktuelle DKV Mobility Elektromobilitätsstudie. Steigende Kosten, Energiepreise und eine als mangelhaft empfundene öffentliche Ladeinfrastruktur zählen allerdings weiterhin zu den größten Herausforderungen der Flottenelektrifizierung.
Durchschnittliche Reparaturkosten steigen auf über 760 Euro
Einer aktuellen Analyse des Spezialversicherers CarGarantie zufolge stiegen die durchschnittlichen Reparaturkosten von Neu- und Gebrauchtwagen im Jahr 2025 auf einen neuen Spitzenwert von 764 Euro. Die kostenintensivste Baugruppe bei Neuwagen war dabei erstmals die elektrische Anlage. Diese war zudem sowohl bei Neu‑ als auch bei Gebrauchtwagen am häufigsten betroffen.
ADAC verzeichnet deutliches Pannenplus bei elektrifizierten Autos
2025 verzeichnete die ADAC-Pannenhilfe knapp 60.000 Einsätze mehr als im Vorjahr. Als Gründe für den Zuwachs nannte der Automobilclub unter anderem das steigende Durchschnittsalter der Pkw sowie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Zeitgleich spiegelt sich auch der Wandel der Antriebstechniken in den Zahlen wider: Elektrifizierte Fahrzeuge tauchen immer häufiger in der Statistik auf.
Preis-Leistungs-Verhältnis wird zum Kernkriterium der Kaufentscheidung
Die Kerncharakteristika der Sommerreifen-Umrüstsaison des Jahres 2025 waren eine zunehmende Preissensibilität im Markt und eingeschränkte Verfügbarkeiten. Nun naht die nächste Reifenwechselperiode – die Faktoren Preis und Verfügbarkeit werden erneut die wichtigsten Bestimmungskoordinaten des Geschäfts im Ersatzmarkt.
Potenziale und Perspektiven im Felgenmarkt
Trotz eines unbestreitbar herausfordernden Marktumfelds sehen relevante Felgenhersteller Chancen für sich und ihr Geschäft. Tendenziell größere Räder für SUV und Stromer bleiben gefragt, während eine erwartete Markterholung bei den Pkw-Neuzulassungen weitere Hoffnungen schürt. Gleichzeitig zeigt sich auch im Felgengeschäft im Aftermarket eine zunehmende Preissensibilität.
Akzeptanz für E-Mobilität steigt weiter
Laut aktuellem DAT-Barometer zeigen sich Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos von deren Technologie und Fahrweise überzeugt. Altbekannte Themen wie der Reichweitenverlust bei schlechten Witterungsverhältnissen und steigende Werkstattkosten dämpfen jedoch die Lust auf E-Mobilität.
Anteil von E-Autos in der EU nimmt weiter zu
Mit 154.230 Neuzulassungen im Januar 2026 verzeichneten vollelektrische Pkw europaweit ein kräftiges Plus von rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit setzte sich die Elektrifizierung des Antriebsstranges weiter durch. Zeitgleich verloren reine Benziner und Dieselfahrzeuge weiter massiv an Boden.
ZDK sieht Elektromobilität auf Goldkurs
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) bemüht die Analogie zu den derzeit laufenden Olympischen Winterspielen und sieht die Elektromobilität in der Pole zu Gold – besonders die deutschen Fahrzeughersteller trumpfen bei den Neuzulassungen im nationalen Markt auf. Sie belegen laut KBA-Zahlen die Top Five der erfolgreichsten Elektro-Marken.