Geringeres Absatzvolumen beeinträchtigt Umsatz 

Goodyear verdient im zweiten Quartal nur in der Region Asien-Pazifik Geld 

Goodyear_webErwartbare, aber dennoch kaum zufriedenstellende Ergebnisse: Goodyear ist weiter im Transformationsmodus.  Foto: Goodyear 

Ungeachtet der bestenfalls durchwachsenen Quartalsbilanz erkennen die Goodyear-Verantwortlichen leichte Anzeichen einer Verbesserung der Geschäftssituation: Rund 36,5 Millionen verkaufte Reifeneinheiten bedeuten zwar ein Minus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit dem zwölfprozentigen Rückgang in den ersten drei Monaten zeige der Trend jedoch – vor allem dank stabilerer Marktbedingungen – in die richtige Richtung. Der Umsatz lag bei 4,3 Milliarden US-Dollar. „Wir haben im zweiten Quartal Ergebnisse erzielt, die unseren Erwartungen entsprechen und die anhaltende Verbesserung in den Regionen Asien-Pazifik und EMEA widerspiegeln“, sagt CEO Mark Stewart. 

Im asiatisch-pazifischen Raum konnte Goodyear Absatzvolumen, Umsatz und Betriebsergebnis steigern und liegt damit auch mit Blick auf das gesamte erste Halbjahr oberhalb des Vorjahresniveaus. Dabei glänzt der Hersteller mit einer Ergebnismarge von 12,6 Prozent. Von einer solchen Zahl ist Goodyear in der EMEA-Region jedoch weit entfernt, auch wenn dort grundsätzlich leichte Verbesserungen in puncto Ab- und Umsatz gegenüber dem Vorjahr zu erkennen sind. Sowohl das Betriebsergebnis (-17 Millionen US-Dollar) als auch die zugehörige Marge (-1,2 Prozent) lagen im zweiten Quartal im negativen Bereich – und damit dennoch etwas höher als noch im schwachen ersten Quartal. Nach einem vergleichsweise soliden Jahresstart rutschte der Reifenhersteller zudem auch in der Americas-Region in die roten Zahlen (Betriebsergebnis: -10 Millionen US-Dollar; Marge: -0,4 Prozent). 

Über alle Regionen hinweg erzielte Goodyear im zweiten Quartal 2026 ein Betriebsergebnis von 36 Millionen US-Dollar (Q2/2025: 159 Millionen US-Dollar). Bemerkbar machten sich dabei laut den Verantwortlichen unter anderem höhere Zölle und die Inflation sowie der inzwischen finalisierte Verkauf des Chemiegeschäfts. Positive Auswirkungen in Höhe von 95 Millionen US-Dollar hätten sich derweil durch den Transformationsplan „Goodyear Forward“ ergeben. Unter dem Strich steht dennoch ein Quartalsverlust von 204 Millionen US-Dollar (Q2/2025: +254 Millionen US-Dollar) zu Buche. Auf die herausfordernde finanzielle Situation hatte das Unternehmen kürzlich mit einer neuen Milliarden-Anleihe reagiert. „Wir ergreifen Maßnahmen, um unsere Leistung in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu verbessern, indem wir unser Produktportfolio stärken, auf dem Wachstum im Erstausrüstungsgeschäft in allen Regionen aufbauen und unsere Produktionsstandorte optimieren. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, unsere Wettbewerbsposition zu stärken und im Laufe der Zeit eine höhere Rentabilität zu erzielen“, so Mark Stewart abschließend. In ähnlicher Form hat sich der seit Anfang 2024 amtierende Goodyear-CEO bereits mehrfach geäußert. Zuletzt hatte der Konzern einen weiteren Stellenabbau in der EMEA-Region verkündet. Darüber hinaus sucht Goodyear weiter eine Dauerlösung für das Amt des Chief Financial Officers

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