Diagnosetools für Niederspannungsbatterien

Kooperation zwischen Hella Gutmann und Varta

Hella_Varta_ServiceMehr Effizienz im Batterieservice bei Werkstätten wollen Hella Gutmann und Varta möglich machen.   Foto: Hella Gutmann

„Erklärtes Ziel von Hella Gutmann ist es, die Teilnehmer des freien Autoreparaturmarktes durch unsere analoge und digitale Werkstattausrüstung sowie Daten und Dienstleistungen in ihrer Effizienz und Wirtschaftlichkeit nach Kräften zu stärken – über alle Marken und Modelle sowie Antriebsarten hinweg. Durch die Kooperation mit Clarios werden wir unsere bereits existierende Kompetenz zur Batteriediagnose im Hochvoltbereich ergänzen und künftig unseren Kunden auch im Niedervoltbereich den einfachen Einblick in den Status von Fahrzeugbatterien ermöglichen“, sagt Adnan Cemal, Geschäftsführer von Hella Gutmann Solutions. Mit Blick auf die nun verkündete Entwicklungspartnerschaft mit der Clarios-Marke Varta wird in einer Unternehmensmitteilung technisch erläutert: “Jede Fahrzeugeinheit, Elektro- und Hybrid-Modelle eingeschlossen, benötigt eine Niederspannungsenergiequelle, um die Funktion wichtiger Systeme sicherzustellen. Vermehrt versorgt das Niederspannungsnetz heute softwarebasierte Funktionen wie Steer-by-Wire, Break-by-Wire, autonome Funktionen und optimiertes Fahrerlebnis. Dadurch werden Autobatterien so stark beansprucht wie nie zuvor.”

Die aus der Entwicklungspartnerschaft resultierende Lösung soll in die Diagnose-Geräte von Hella Gutmann integriert werden. „Das Unternehmen genießt in den Märkten einen guten Ruf, insbesondere im Bereich der professionellen Diagnoselösungen. Zusammen mit unserer Batterieexpertise können wir die Werkstätten bei ihrer täglichen Arbeit noch besser unterstützen“, versichert Theres Gosztonyi, Vice-President Aftermarket EMEA bei Clarios.

Forvia Hella vertreibt als Unternehmensmutter eine Vielzahl an Lösungen, die auf die Verbesserung von Diagnosemöglichkeiten und die Optimierung von Leistungselektronik zielen. Zuletzt erweiterte der Automobilzulieferer sein Portfolio mit der HV PowerBox im Bereich der Leistungselektronik für Elektrofahrzeuge. Die HV PowerBox kombiniert laut Unternehmensangaben einen Hochvolt-Spannungswandler und einen Onboard Charger in einer Lösung. Während der Onboard Charger als Schnittstelle zwischen Elektrofahrzeug und Stromnetz fungiere, transformiere der Hochvolt-Spannungswandler die 400 Volt beziehungsweise 800 Volt Spannung in 12 Volt, damit die entsprechenden elektronischen Verbraucher des Fahrzeugs, vor allem sicherheitskritische Sensoren oder Komfortfunktionalitäten, betrieben werden können. 

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Eine Kombination aus Hochvolt-Spannungswandler und Onboard Charger in einem Produkt soll die HV PowerBox werden. Foto: Forvia Hella

“Diese Verbindung von Onboard Charger und Hochvolt-Spannungswandler in einem Systemansatz führt zum einen zu einer besonders hohen Leistungsdichte: Mit über 3 kW pro Liter ihres Volumens ist die HV PowerBox darauf ausgelegt, mehr Leistung in einem kleineren Gehäuse zu liefern. Zudem erreicht sie einen Gesamtwirkungsgrad von 97 Prozent”, wird in einer Mitteilung von Forvia Hella geworben. Mit der voraussichtlich ab 2027 in Serie gehenden Lösung sollen beim Ladevorgang weniger Verluste entstehen. Zudem sollen in die HV PowerBox weitere Schlüsselkomponenten für die E-Mobilität integriert werden können – beispielsweise ein Hochvolt-Batteriemanagementsystem, ein sekundärer Spannungswandler, e-Fuses oder ein intelligentes Stromverteilungsmodul. 

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