Nachhaltigere Reifenproduktion

Neues Kautschukadditiv von Lanxess

Lanxess_Kautschukadditiv Vulkanox HS ScopeblueDas Kautschukadditiv Vulkanox HS Scopeblue von Lanxess soll Reifenhersteller dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.   Foto: Lanxess

"Das Antioxidationsmittel des Spezialchemie-Konzerns ist die nachhaltige Variante des bewährten Additivs Vulkanox HS (TMQ), mit dem Reifenproduzenten ihre Produkte effektiv vor nachteiligen Einflüssen wie Sauerstoff oder Hitze schützen können. Es zeichnet sich darüber hinaus durch eine geringe Flüchtigkeit und niedrige Migrationsneigung aus", heißt es in einer Unternehmensmitteilung erläuternd. Im Vergleich zum konventionell hergestellten Produkt sei der CO2-Fußabdruck von Vulkanox HS Scopeblue um mehr als 30 Prozent geringer. Erreicht werde dies durch den Einsatz von biozirkulärem Aceton und erneuerbaren Energien in der Produktion. Da die chemische Gesamtstruktur des Produkts unverändert bleibe, seien keine Änderungen im Reifenherstellungsprozess erforderlich. Dr. Holger Graf, Leiter der Business Line Functional Tire Additives des Lanxess-Geschäftsbereichs Rhein Chemie, versichert: „Mit diesem Additiv verlängern wir die Lebensdauer von Reifen und verringern gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck.“

Eröffnung des India Application Development Center

Lanxess hat in der vergangenen Woche überdies vermeldet, in Indien (Thane) sein India Application Development Center (IADC) eröffnet zu haben. „Indien ist eine wichtige Wachstumsregion für Lanxess und bietet immense Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Innovation. Das neue Zentrum für Anwendungsentwicklung steht für unseren Anspruch, maßgeschneiderte Lösungen für die Bedürfnisse unserer lokalen Kunden zu liefern und gleichzeitig organisches, innovationsgetriebenes Wachstum zu fördern. Ich freue mich auch, dass dieser wichtige Meilenstein für Indien mit unserem 20-jährigen Firmenjubiläum zusammenfällt“, teilte der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert bei der Einweihungsfeier mit. 

Lanxess_Matthias Zachert
Lanxess hat in Thane, Mumbai, ein neues Zentrum für Anwendungsentwicklung eröffnet – Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG, bezeichnet Indien als wichtigen Wachstumsmarkt. Foto: Lanxess

Mit dem Innovationszentrum will der Chemiekonzern seine Fähigkeit stärken, spezialisierte Lösungen anzubieten, die auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. In einem ersten Schritt integriert das IADC Expertise aus zwei wichtigen Geschäftsbereichen in Indien: Lubricant Additives (Hochleistungsadditive und Additivsysteme, synthetische Basisöle und gebrauchsfertige Schmierstoffe) sowie Material Protection Products (Desinfektions- und Konservierungslösungen). Kunden sollen beispielsweise von vertiefenden Studien zur Reibungs- und Verschleißminderung von Schmierstoffen, der Entwicklung und Prüfung neuer Materialien sowie Untersuchungen zur antimikrobiellen Wirkung von Farben, Emulsionen und anderen wasserbasierten Chemikalien profitieren. 

Auch Lanxess transformiert sich, fokussiert sich auf weniger zyklische Geschäfte in zukunftsweisenden Feldern wie nachhaltige Mobilität oder verbrauchernahe Schutzprodukte. Indiens wachsender Industriesektor und expandierende Verbrauchermärkte machen das Land laut den Konzern-Verantwortlichen zu einer idealen Plattform für diese Ausrichtung. Lanxess beschäftigt derzeit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Indien. Das Unternehmen betreibt auf dem Subkontinent zwei Produktionsstätten: eine in Jhagadia/Gujarat, wo es hauptsächlich die Produkte seiner Geschäftsbereiche Rhein Chemie, Liquid Purification Technologies und Material Protection Products herstellt, und eine weitere in Nagda/Madhya Pradesh, die auf Duft- und Aromastoffe spezialisiert ist.

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