Sechste Auflage der Studie “AA-Stars”

Speed4Trade beleuchtet Potenzial von Autoteile-Online-Shops in Europa

Onlinehandel eCommerceECommerce ist für nahezu alle Branchen mittlerweile essenziell – der Onlinehandel mit Autoteilen ist jedoch europaweit unterschiedlich stark ausgeprägt.   Foto: ipopba - stock.adobe.com

Das aktuelle Studienpapier von Speed4Trade listet für alle 22 untersuchten Länder jeweils die Top-10-B2C-Autoteile-Shops sowie die Top-10-Unternehmensgruppen auf. Basierend auf diesen Ergebnissen wurde ein Ranking der europaweiten Top-10-Shops erstellt, anhand dessen sich die Marktbedeutung einiger Akteure erkennen lässt. So ist etwa die Autodoc SE mit fünf Shops in den Europa-Top-10 vertreten, nach Speed4Trade-Angaben erreichen die Berliner einen Marktanteil von mehr als einem Drittel. “Mit allein 48 Parts-Shops in den Europa-Top-100 steht Autodoc SE im Unternehmensgruppenranking nach Umsatz an der Spitze”, heißt es in einer Mitteilung zu den Untersuchungsergebnissen. Ein weiterer auffälliger Fakt: Die Europa-Top-10-Shops zeichnen allein für knapp 40 Prozent des Online-Umsatzes aller 220 Länder-Top-Shops verantwortlich. 

Vergleichsindikator mit Einschränkungen 

Die je Land ermittelten Top-10-Shops spielen eine zentrale Rolle für den von den Speed4Trade-Experten neu eingeführten Key Performance Indicator (KPI) für den Vergleich der “Reife” eines Autoteile-Shop-Marktes: den „GMV pro zugelassenem Pkw“ (Gross Merchandise Volume). Dieser Wert setzt den Brutto-Shop-Umsatz der Top-10-B2C-Shops eines Landes in Relation zu den vor Ort zugelassenen Fahrzeugen. Daraus ergeben sich europaweit deutliche Unterschiede. Während Dänemark (15,78 Euro pro zugelassenem Pkw) und Ungarn (15,67 Euro) die Spitzenpositionen einnehmen, liegen die Schweiz (3,09 Euro) und Italien (2,88 Euro) am Ende des Rankings. Im Europa-Durchschnitt setzen die Top-10-Shops je zugelassenem Fahrzeug jährlich 8,04 Euro um. Deutschland liegt mit 5,89 deutlich darunter und erreicht damit einen Mittelfeldplatz. 

Bezüglich der Aussagekraft des Indikators erläutert Wolfgang Vogl, Director Business Development bei Speed4Trade: „Einerseits schafft die Kenngröße Orientierung, wo ein Land in Sachen B2C-Online-Kanal bei Autoteilen steht. Andererseits soll sie Anbieter dabei unterstützen, ihr Potential zu bewerten: Ein niedriger KPI bspw. kann die Chance für einen Markteinstieg bedeuten, weil das Online-Angebot bislang gering ausgeprägt ist. Es kann aber auch eine zurückhaltende Online-Nachfrage ausdrücken.“ Darüber hinaus sind nach Aussage der Verantwortlichen die Einflussfaktoren auf den KPI äußerst vielfältig, wobei sich überdurchschnittlich hohe oder niedrige Preise besonders stark bemerkbar machen. Unterschiedliche hohe Reparaturkosten wirken sich ferner “auf die Ausprägung des Do-it-yourself-Sektors und somit die endverbraucherseitige Nachfrage von Autoteilen in Online-Shops aus”. 

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