EU-Verordnung zur allgemeinen Produktsicherheit

ZDK beklagt “Bürokratiemonster”

AdobeStock_Sebelas Studio_KI_webDas KFZ-Gewerbe leidet unter einer Vielzahl an administrativen Vorschriften.  Foto: Sebelas Studio – stock.adobe.com (KI)

„Für unsere überwiegend mittelständischen Händler und Werkstätten sammeln sich immer mehr Hemmnisse in Form von Vorschriften und Nachweispflichten an. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels und harten wirtschaftlichen Überlebenskampfes wird jede bürokratische Mehrbelastung zur existenzbedrohenden Bürde. Das Problem für unsere Mitglieder ist die schiere und immer weiter zunehmende Masse an Vorschriften“, beklagt ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel. Kfz-Händler müssten im Hinblick auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile beispielsweise sicherstellen, dass diese mit notwendigen Kennzeichnungen wie Modell- oder Seriennummer versehen seien. Gemäß der „Allgemeinen EU-Produktsicherheitsverordnung“ (GPSR) müssen Händler gewährleisten, dass erforderliche Dokumente wie Bedienungsanleitungen oder Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache vorliegen und sicherheitsrelevante Informationen klar und verständlich sind. Ebenso müssen Kfz-Werkstätten beim Einbau von Ersatzteilen in Fahrzeuge sicherstellen, dass die relevanten Komponenten sicher und für den vorgesehenen Zweck geeignet sind. Fertigen die Betriebe die Ersatzteile selbst oder modifizieren diese, dann müssen sie gemäß GPSR umfangreiche Anforderungen erfüllen und tragen die volle Verantwortung bei sicherheitsrelevanten Aspekten.

ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel fordert einen Bürokratieabbau. Foto: ZDK

„Unsere Branche ist bereits mit vielen Regelungen behaftet und jetzt kommt noch eine weitere hinzu. Dadurch wird eine bereits angespannte Situation durch die bürokratische Mehrbelastung weiter verschärft. Viele dieser Regelungen versprechen Kontrolle, in Wahrheit führen sie für unsere Mitgliedsfirmen aber zu noch mehr Gängelung in ohnehin schwierigen Zeiten“, so Dr. Scheel. Das Kfz-Gewerbe sieht sich laut ZDK derzeit zahlreichen Herausforderungen gegenüber, beispielsweise dem Einbruch in diesem Jahr bei den Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen (BEV) und drohenden Strafzahlungen für Fahrzeughersteller bei Überschreiten der CO2-Grenzwerte. Der Branchenverband fordert im Vorfeld der Bundestagswahl 2025, Bürokratie abzubauen und Freiräume für Innovationen zu schaffen. Der ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel bekräftigt: „Das Dickicht an Bürokratie muss dringend beschnitten und der regulatorische Hürdenlauf für die Unternehmen beendet werden. Es ist höchste Zeit, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auch in der europäischen Gesetzgebung ein stärkeres Gewicht bekommt.“

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