Im abgelaufenen Quartal erreichte Continental für die fortgeführten Aktivitäten einen Konzernumsatz in Höhe von 3,5 Milliarden Euro (Q3/2025: 3,9 Milliarden Euro). Der Umsatzrückgang resultiere dabei im Wesentlichen aus dem Verkauf des Geschäftsfelds Original Equipment Solutions (OESL) Anfang Februar 2026. Bereinigt um den Einfluss von Wechselkurseffekten und Konsolidierungskreisveränderungen lag die organische Umsatzentwicklung bei -1,5 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis steigerte der Hannoveraner Reifenhersteller hingegen von 482 Millionen Euro im dritten Quartal des Jahres 2025 auf nun 514 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich auf 14,9 Prozent nach 13,9 Prozent im Vorjahresquartal. Das Nettoergebnis für die fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten lag im dritten Quartal bei 349 Millionen Euro, nachdem in Q3 2025 ein heftiges Minus von 756 Millionen Euro in den Büchern stand. Im Vorjahresquartal wirkten sich insbesondere Sondereffekte infolge des Aumovio-Spin-offs sowie im Vorfeld des OESL-Verkaufs negativ auf das Nettoergebnis aus. Der bereinigte Free Cashflow für die fortgeführten Aktivitäten belief sich unterdessen auf 31 Millionen Euro (Q3/2025: 99 Millionen Euro; -69,0 Prozent).
„Wir haben unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut gesteigert und sind weiterhin hochprofitabel – insbesondere in Europa und Asien. Mit großen und leistungsfähigen Reifen für SUV und Elektrofahrzeuge treffen wir den Bedarf der Kunden: Diese Reifen sind ein wesentlicher Treiber unseres Geschäfts. Die höheren Rohmaterialpreise wirken sich jedoch zunehmend auf unser Ergebnis aus und werden uns im vierten Quartal noch stärker belasten“, fasst Roland Welzbacher, Finanzvorstand von Continental, zusammen.
Continental passt Jahresausblick an
Im dritten Quartal lag der Umsatz in der Region EMEA bei 1,9 Milliarden Euro und damit um 0,4 Prozent höher als im Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 18,7 Prozent und damit ebenfalls über dem Vorjahresquartal (Q3 2025: 17,7 Prozent). Diese Verbesserung basiere auf einem höheren Absatz von UHP-Reifen, insbesondere auch im Winterreifengeschäft, sowie von Lkw-Reifen, heißt es seitens des Konzerns. Die Region EMEA ist dabei eigenen Angaben zufolge das Ertragsfundament von Continental: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte sie einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte des Tires-Gesamtumsatzes von 13,8 Milliarden Euro.
Der Umsatz der Region Americas belief sich im dritten Quartal unterdessen auf 1,1 Milliarden Euro (Q3/2025: 1,2 Milliarden Euro; -5,0 Prozent). Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 8,7 Prozent und damit leicht über dem Vorjahresquartal (Q3/2025: 8,5 Prozent). In Americas belasteten den Verantwortlichen zufolge schwache Ersatzmärkte die Entwicklung. Aufgrund des höheren Anteils an UHP-Reifen sowie geringerer Zollbelastungen steigerte Continental die Profitabilität allerdings trotz der insbesondere in Südamerika weiterhin bestehenden Marktschwäche. In der Region APAC (Asien-Pazifik) verbesserte Continental unterdessen den Umsatz im dritten Quartal auf 476 Millionen Euro (Q3/2025: 454 Millionen Euro, +4,7 Prozent). Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 18,6 Prozent (Q3/2025: 19,0 Prozent). Wachstumstreiber beim Umsatz waren insbesondere das starke Erstausrüstungsgeschäft und positive Wechselkurseffekte. Zur insgesamt hohen Profitabilität trug auch hier vor allem der Absatz von UHP-Reifen bei.
Für die nicht fortgeführten Aktivitäten des Unternehmensbereichs ContiTech erwartet das Unternehmen operativ ohne die Auswirkungen des IFRS 5 nun einen Umsatz von rund 4,2 bis 4,4 Milliarden Euro (zuvor 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro) und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 6,5 bis 7,5 Prozent (zuvor 7,0 bis 8,5 Prozent). Aufgrund der positiven Entwicklung des Reifengeschäfts passt Continental den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an. Ebenfalls angepasst wird der Ausblick der nicht fortgeführten Aktivitäten von ContiTech. Für den Continental-Konzern erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 13,5 bis 13,9 Milliarden Euro (zuvor 13,2 bis 14,2 Milliarden Euro) und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 13,4 bis 14,0 Prozent (zuvor 12,0 bis 13,5 Prozent).
BMW macht noch weniger Gewinn
Insgesamt hat die BMW-Group im Vergleich zum dritten Quartal 2025 rund 37.000 Fahrzeuge weniger ausgeliefert. Der Umsatz betrug 30,45 Milliarden Euro, in Q3 2025 waren es noch 32,31 Milliarden Euro. Auch das Konzernergebnis des Automobilherstellers lag im dritten Quartal mit 2,08 Milliarden Euro unterhalb des Vorjahresniveaus (2,33 Milliarden Euro). Die Performance der BMW Group entsprach laut dem Autobauer aber den Erwartungen: Sie lag im dritten Quartal mit einer EBT-Marge von 6,8 Prozent (Q2 2025: 7,2 Prozent) und einer EBIT-Marge im Segment Automobile von 3,4 Prozent (Q2: 5,2 Prozent) im Rahmen der finanziellen Jahresziele. Während die operative EBIT-Marge im Segment Automobile vor Berücksichtigung der Portfolio- und Strukturmaßnahmen weiterhin bei mehr als 2,0 Prozent im Gesamtjahr liegen werde, hat die BMW Group ihren Ausblick für den berichteten Wert allerdings angepasst und erwartet auf Jahressicht eine EBIT-Marge zwischen -0,5 Prozent und +0,5 Prozent (zuvor: 1 bis 3 Prozent). Den Free Cashflow im Segment Automobile erwartet die BMW Group weiterhin bei mehr als 2,5 Milliarden Euro.