Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erkennt in den Wachstumszahlen bei den Ausbildungsverträgen einen Beleg für eine “zukunftsweisende Ausbildungs- und Arbeitgeberbranche”. „Das Kfz-Gewerbe verzeichnet seit 2021 wieder steigende Ausbildungszahlen in unseren beiden Hauptausbildungsberufen. Die Transformation unserer Branche hin zu alternativen Antrieben, verbunden mit hoher Innovationsdichte, führt so viele junge Menschen wie seit 20 Jahren nicht mehr in die Autohäuser und Werkstätten”, kommentiert ZDK-Präsident Arne Joswig. Der Branchenverband wolle weiterhin in professionelles und zielgruppengerechtes Nachwuchsmarketing und in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsberufe investieren.
Die Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigen außerdem, dass die im Kfz-Gewerbe angebotenen Berufsbilder auch attraktiv für junge Frauen sind. Der Anteil der Kfz-Mechatronikerinnen lag bei 1.551 bzw. rund 6,2 Prozent. Im Bereich der Automobilkaufleute lag der Anteil der weiblichen Auszubildenden bei 39,5 Prozent. Insgesamt setzte sich in diesem Ausbildungsfeld der positive Trend mit 5.727 neuen Azubis fort (+4,2 Prozent). Laut BiBB ist Kfz-Mechatronik bei den Neuabschlüssen der mit Abstand beliebteste Beruf unter allen Ausbildungsberufen in Deutschland. ZDK-Präsident Arne Joswig sieht Weichen gestellt: “Die duale Berufsausbildung ist ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräfteengpass entgegenzuwirken. Ausbildung darf aber keine Einbahnstraße sein. Daher sind Weiterbildung und Förderung der Mitarbeitenden im Kfz-Gewerbe ein weiterer Baustein, um qualifizierte Fachkräfte in unseren Betrieben zu halten.“
Der ZDK hat im letzten Jahr eine Fachkräftestrategie erarbeitet, die moderne Berufsbilder vorantreiben und Zielgruppen wie Quereinsteiger, Frauen, Studienabbrecher und Menschen mit Migrationshintergrund in den Fokus rücken soll. Joswig hierzu: „Offensichtlich gelingt es uns mit dieser Strategie, viele Menschen für unsere Branche zu begeistern. Dabei setzen wir auf zielgenaue Social-Media-Kampagnen, Webinare, Workshops und Veranstaltungen.“ Insgesamt bildet das Kfz-Gewerbe aktuell mehr als 92.000 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Darüber hinaus bietet die Branche zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung, etwa zum selbstständigen Kfz-Meister oder zur Führungskraft im Autohaus oder in einer Meisterwerkstatt.