Während herkömmliche AEB-Systeme typischerweise für Oberflächen mit hoher Reibung, wie trockenem Asphalt, ausgelegt sind, ermöglicht die Integration der SightLine Reifentechnologie laut Goodyear-Angaben, dass das AEB-System auch auf reibungsarmen Oberflächen wie nassen oder eisigen Straßen funktioniert. „Sicherheit ist ein Grundpfeiler der Innovationsbemühungen von Goodyear. Indem wir wichtige Daten über Reifen- und Straßenbedingungen an AEB-Systeme liefern, helfen wir OEMs und ihren Kunden, einen großen Schritt in Richtung Sicherheit zu machen, weit mehr als die Richtlinie der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) für AEB-Systeme für Pkw im Jahr 2029 erfordert. Darüber hinaus werden AEB-Systeme eine entscheidende Rolle für die Sicherheit beim automatisierten Fahren spielen“, erläutert Chris Helsel, Senior Vice President und Chief Technology Officer bei Goodyear.
Nach Aussage der Goodyear-Verantwortlichen zeigen jüngste Tests auf nassen Straßen, dass ein AEB-System mit Goodyear SightLine das Potenzial hat, Unfälle bei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h zu verhindern, indem es frühzeitig in den Bremsvorgang eingreift. Martijn Stamm, Marketing Director, Unit Mobility & Built Environment bei TNO, teilt mit: „Unsere Zusammenarbeit mit Goodyear zielt darauf ab, den Bremsweg eines Fahrzeugs unter verschiedenen Fahrbedingungen, wie auf trockenem und nassem Asphalt, vorherzusagen und das AEB rechtzeitig auszulösen, um Unfälle zu reduzieren und letztendlich Leben zu retten. Dieses Wissen ist ein wichtiger Faktor für die sichere Einführung höherer Automatisierungsstufen.“ Mit Blick auf die AEB-Richtlinie für 2029 bietet die Integration von Goodyear SightLine den großen OEMs und Tier-1-Zulieferern einen klaren Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung intelligenterer Fahrzeuge, versichern Goodyear und TNO in einer gemeinsamen Presseerklärung.