Testsieger des sportauto-Tests 2026 mit der Note „überragend“ ist der neue Bridgestone Potenza Sport evo, einer der teuersten Reifen im Test. Er überzeugt mit kurzen Bremswegen auf nasser und trockener Oberfläche sowie mit „beeindruckendem Kurvengrip und überwiegend ordentlichen Sicherheitsreserven“ bei Aquaplaning. In der Umweltwertung muss er allerdings aufgrund etwas lauterer Vorbeirollgeräusche Abstriche machen. Platz zwei mit der Gesamtwertung „8,6 - sehr gut“ teilen sich der „Sportlichste Reifen des Tests“ Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 und der „Preistipp“ Falken Azenis FK520. Ersterer tut sich „mit höchstem Kurvengripniveau und sehr neutraler Fahrzeugbalance“ hervor, im Regen kommt er allerdings nicht ganz an die Leistung des Bridgestone heran. Der Falken zeigt sich im Test auf der Strecke „etwas weniger dynamisch“ mit „trägerem Lenkverhalten“. Punkten kann er den Verantwortlichen zufolge aber durch „überragende Bremsleistungen, trocken wie nass“. Damit übertrifft er den Conti PremiumContact 7, der es nur in die Mitte der Auswertung schafft, den aktuellen AutoZeitung-Sommerreifentest in der Dimension 235/45 R18 zuletzt jedoch noch anführte. Dafür sticht dieser im sportauto-Test als „sehr ausgewogener, sportlicher und lenkpräziser Allrounder mit gleichermaßen guten Nässe- und Trockeneigenschaften“ hervor. Weder nennenswerte Schwächen, noch herausragende Eigenschaften konnten die Tester identifizieren.
Premium- und Budgetreifen zusammen auf den hinteren Plätzen
Der mit Abstand teuerste Pneu, Michelin Pilot Sport 5, der in der Dimension 245/45 R19 beim AutoBild-Sommerreifentest 2026 noch die Gesamtnote „vorbildlich“ erhielt, muss sich in der Dimension 205/45 R17 beim sportauto-Sommerreifentest mit dem fünften Platz und der Note „gut“ begnügen. Zwar attestieren ihm die Tester auf trockenem Asphalt „beeindruckende Lenkpräzision“, „hohe Agilität“ sowie „eindeutige und sichere Balance“, auf nasser Oberfläche überzeugt er indes nicht. Das Vorbeirollgeräusch ist den Testern zufolge auch etwas laut. Auch das chinesische Budget-Modell Linglong Sport Master präsentiert sich mit der Gesamtnote „gut“. Beim Bremstest auf nasser Fahrbahn zeigt er sich von seiner guten Seite, auf trockener Fahrbahn werden die Bremswege allerdings doch wieder länger. Beim Rollwiderstand patzt wiederum der Reifen und landet in der Umweltwertung insgesamt auf dem letzten Platz. Den Testern zufolge reagiert er auf der Strecke auf Lenkbefehle „sehr träge, auf Lastwechsel spitz und instabil mit spontanem Haftungsabriss hinten.“ Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz, mit der Gesamtnote „ausreichend“, befindet sich der Firestone Roadhawk 2. Zwar brilliert er in Sachen Aquaplaningvorsorge und auch bei der Umweltwertung räumt er im Test dank seines geringen Rollwiderstands ab. Beim Bremsen sowohl auf nasser als auch auf trockener Fahrbahn enttäuscht er allerdings. Zudem ist das Handling auf der Strecke den Testern zufolge apathisch und instabil.
sportauto-Sommerreifentest, Dimension 205/45 R17
|
Modell |
Nass¹ |
Trocken |
Umwelt |
Bewertung |
|
Bridgestone Potenza Sport evo |
9,2 |
9,5 |
7,7 |
9,2 - überragend |
|
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 |
8,1 |
9,0 |
9,3 |
8,6 - sehr gut |
|
Falken Azenis FK520 |
8,3 |
9 |
8,0 |
8,6 - sehr gut |
|
Continental PremiumContact 7 |
8,1 |
8,5 |
7,7 |
8,3 - sehr gut |
|
Michelin Pilot Sport 5 |
7,3 |
8,5 |
7,7 |
7,9 - gut |
|
Linglong Sport Master |
8,1 |
6,9 |
7,3 |
7,4 - gut |
|
Firestone Roadhawk 2 |
6,3 |
6,6 |
8,8 |
5,7 - ausreichend |
¹Jeweils 10 Punkte möglich. In diesem Test gilt folgender sportauto-Bewertungsschlüssel für UHP-Sommerreifen: nass 40 Prozent, trocken 50 Prozent, Umwelt 10 Prozent.