Neuer „branchenweiter Referenzrahmen” für Umgang mit verunfallten E-Autos
Eine von verschiedenen Verbänden und Expertenorganisationen erarbeitete Handlungsempfehlung soll mehr Sicherheit rund um verunfallte E-Fahrzeuge ermöglichen. Mit der neuen Übersicht, die das Fachwissen zahlreicher Branchenakteure bündelt, wird die Abwicklung von Unfällen mit E-Autos laut GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen zudem „effizienter und damit auch kostengünstiger”.
Goodyear ruft Lkw-Reifen des Typs Kmax D Gen2 zurück
Wegen einer möglichen „Fertigungstoleranz” ruft Goodyear mehrere kürzlich produzierte Einheiten seiner Lkw-Reifenserie Kmax D Gen2 zurück. Betroffen sind Exemplare der Dimension 295/80 R22.5 152/148M, die im Zeitraum vom 22. September bis 12. Oktober dieses Jahres hergestellt wurden.
“Die Reifenverschleißrate ist zusätzlicher Anreiz für gesamte Branche”
Michelin und Continental positionieren sich klar pro Euro-7-Norm, die in ihrer schrittweisen Umsetzung auch den Reifenabrieb regulieren wird. Sie argumentieren für eine strenge Prüfmethodik. Andere Reifenhersteller wirken eher im Hintergrund, äußern sich reserviert. Die schrittweise Umsetzung einer erweiterten Regularik macht die Reifenentwicklung nochmal komplexer.
Deutsche Kautschukindustrie zwischen Pragmatismus und Realismus
Über reges Interesse an seiner Herbsttagung konnte sich der wdk um Verbandspräsident Michael Klein freuen. Themen wie die hohen Energiekosten, die EU-Entwaldungsverordnung und die allgemein als überbordend empfundene Bürokratie treiben dabei alle Mitgliedsunternehmen gleichermaßen um. Ungeachtet der vielfältigen Herausforderungen wurden in Frankfurt auch verhalten positive Töne angeschlagen.
BGH-Entscheidung: Hersteller müssen Werkstätten vollen Datenzugang gewähren
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seiner Entscheidung vom 25. September 2025 den Streit um den Zugriff auf Fahrzeugdaten endgültig zugunsten freier Werkstätten entschieden. Die Beschwerde des Autoherstellers Stellantis wurde abgewiesen, womit das Urteil des Oberlandesgerichts Köln rechtskräftig ist: Unabhängige Werkstätten dürfen ohne Einschränkungen auf essenzielle Fahrzeugdaten zugreifen.
„Unsere Mitgliedsbetriebe brauchen Klarheit und praktikable Lösungen“
Mit einer Reihe von Gesetzentwürfen will die Bundesregierung die Wirtschaft von Bürokratie befreien. Im Herbst 2025 wurden Änderungen am Energie- und Stromsteuerrecht, an der Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und am Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) auf den Weg gebracht. Der ZDK fordert nun, dass die angekündigten Vereinfachungen auch tatsächlich in den Betrieben ankommen müssen.
ASA-Verband: Neuer AU-Leitfaden 7 erst ab 2027
Die Abgasuntersuchung (AU) und die 2021 eingeführte Partikelanzahlmessung (PN) für Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren der Emissionsklasse Euro 6/VI sind in Deutschland zentrale Bestandteile der Periodischen Technischen Inspektion (PTI). Nun wird zwar die zugrunde liegende AU-Richtlinie samt Geräteleitfaden umfassend überarbeitet, das Inkrafttreten der neuen Regelungen verschiebt sich jedoch.
Rückruf für Reifen des Typs Fulda EcoControl HP2
Reifenhersteller Goodyear hat einen Rückruf für ein Produkt seiner Zweitmarke Fulda initiiert: Bei einigen Sommerreifen des Typs Fulda EcoControl HP2 besteht demnach eine Unfallgefahr. Betroffen sind Exemplare der Dimension 225/50 R18 99W XL, die die DOT-Kennung 1H378 JAFR 4524 tragen und entsprechend in der 45. Kalenderwoche des vergangenen Jahres produziert wurden.
EU-Leitlinien bringen keine Klarheit
Am 12. September ist mit der Verordnung (EU) 2023/2854 der sogenannte Data Act der EU-Kommission in Kraft getreten, mit dem Ziel, europaweit einheitliche Regeln für den Zugang zu Daten und deren Nutzung zu schaffen. Darüber hinaus wurden Leitlinien verfasst, wie die neuen Vorschriften speziell im Automobilsektor anzuwenden sind. Der ZDK kritisiert diese als nicht weitreichend genug.
Betrug mit gebrauchten Audi-Fahrzeugen in der DACH-Region
Betrugsmaschen mit Gebrauchtwagen beschäftigen Automobilhersteller immer wieder. Aktuell warnt Audi erneut vor gefälschten Internetseiten und Angebotskatalogen, die nicht existente Fahrzeuge der Marke zum Kauf anbieten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ruft das Unternehmen daher zu besonderer Vorsicht auf.
Produktsicherheitsrückruf von Continental EcoContact- und IceContact-Reifen
Continental hat einen Produktsicherheitsrückruf für 21 EcoContact-6-Reifen in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich sowie 519 IceContact-3-Winterreifen in Schweden und Norwegen gemeldet. Die Profile wurden über das Reifenersatzgeschäft verkauft oder befinden sich noch in den Beständen des Reifenfachhandels.
Mercedes-Benz wehrt sich gegen wachsende Anzahl an Produktfälschungen
Mercedes-Benz ist auch im vergangenen Jahr weltweit gegen – häufig nicht verkehrssichere – Imitate seiner Produkte vorgegangen. Während die Zahl entsprechender Razzien moderat anstieg, wurden mit rund 212.000 fast 50 Prozent mehr Angebote von Produktfälschungen auf Social Media- und Online-Plattformen gelöscht. Wie der Konzern mitteilt, werden zunehmend hochwertige Produkte gefälscht.
Runderneuerte Reifen sind förderfähig
Impulse für eine klimafreundlichere Transport- und Logistikbranche soll das BALM-Förderprogramm „Umweltschutz und Sicherheit“ initiieren. Die Förderfähigkeit runderneuerter Lkw-Reifen ist ein zentraler Ansatzpunkt. Unternehmen im gewerblichen Güterkraftverkehr können seit dem 4. August 2025 Förderanträge stellen.
113 Runderneuerte bei Vergölst in Cham gestohlen
Bereits Ende Juni wurde im Vergölst-Runderneuerungswerk in Cham der Diebstahl von mehr als 100 runderneuerten Lkw-Reifen unterschiedlicher Profil-Ausführungen entdeckt. Der BRV und die Kripo Regensburg rechnen mit Versuchen zum Weiterverkauf des Diebesguts und erhoffen sich in diesem Zuge Hinweise auf die Täter. Eine vollständige Liste der gestohlenen Reifen liegt inzwischen vor.
Positionspapier zur Stärkung des europäischen Reifenrecycling-Marktes
In einem gemeinsamen Papier fordern die ETRMA und der Recycling-Verband EuRIC die Europäische Kommission auf, EU-weite “End-of-Waste”-Kriterien für Gummi aus Altreifen zu entwickeln. Der grenzüberschreitende Handel in der EU solle erleichtert und der Einsatz von Recyclingmaterial in der Produktion erhöht werden.
Strengere Regeln für Export von Altreifen
Altreifen werden noch immer in viel zu hohem Anteil in Nicht-OECD-Länder exportiert. Aus den Augen, aus dem Sinn – mit diesem Gebaren werden viele Umweltschäden verursacht, denn eine Weiterverwertung oder umweltgerechte Entsorgung ist auf diesem Weg nicht gesichert. Ab Mai 2027 greift eine neue EU-Abfallverbringungsverordnung.
Neuer Rahmen für mehr Recycling und reparaturfreundliche Fahrzeuge
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich im Umweltrat einstimmig auf eine neue Altfahrzeugverordnung verständigt. Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft in der europäischen Automobilindustrie zu stärken. Die geplanten Maßnahmen reichen von neuen Recyclingvorgaben über einen verbesserten Zugang zu Ersatzteilen bis hin zu digitalen Nachweissystemen – und sollen Hersteller wie Verbraucher entlasten.
Runderneuerte Reifen erfüllen die Anforderungen der EU-Taxonomieverordnung
Ein „wichtiger Schritt für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Reifensektor“ und ein „starkes Signal für Ressourcenschonung, CO₂-Einsparung und Klimaschutz im Straßenverkehr“, so die Reaktion von AZuR und BRV auf die EU-Erklärung. Damit sei nachhaltiges Reifenmanagement nun auch regulatorisch abgesichert.
ADAC ermittelt deutliche herstellerspezifische Unterschiede beim Thema Reifenabrieb
Der ADAC hat sich erneut des Themas Reifenabrieb angenommen und für eine Studie seine Reifentests seit 2023 ausgewertet. Während Michelin weiterhin führend ist, haben Bridgestone und Pirelli erheblichen Nachholbedarf. Mit Blick auf die Euro-7-Norm und die Grenzwerte für Reifenabrieb formulieren die Experten klare Empfehlungen – und zwar sowohl an den Gesetzgeber als auch an Reifenhersteller.
ZKF-Mitglieder tauschen sich über digitale und analoge Herausforderungen aus
Mehr als 450 Besucherinnen und Besucher nutzten den diesjährigen ZKF-Branchenkongress, um sich über den Umgang mit Fahrerassistenzsystemen, den Einsatz von KI sowie Cyber-Security zu informieren. Ob des großen Zuspruchs zeigen sich die Verbandsverantwortlichen optimistisch, wenngleich mit Blick auf Aspekte wie den Fachkräftemangel sowie die EU-Altautoverordnung noch viel Arbeit wartet.